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JAHRESABSCHLUSS: Spitalverbund halbiert Defizit

Die Sanierung des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden macht Fortschritte. 2017 konnte der Fehlbetrag auf vier Millionen Franken reduziert werden. Lichtblicke gibt es auch beim Spital Heiden.
Jesko Calderara
Nach dem Einbruch in den vergangenen Jahren stabilisieren sich die Fallzahlen am Spital Heiden wieder. (Bild: Michel Canonica)

Nach dem Einbruch in den vergangenen Jahren stabilisieren sich die Fallzahlen am Spital Heiden wieder. (Bild: Michel Canonica)

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (Svar) schreibt auch 2017 rote Zahlen. Das Defizit beträgt knapp vier Millionen Franken. Allerdings konnten gegenüber dem Vorjahr deutliche Verbesserungen erzielt werden. So erwirtschaftete der Svar 2016 noch ein Minus von rund neun Millionen Franken. Mit dem ­Ergebnis zeigt sich CEO Paola Giuliani zufrieden. «Die Halbierung des Defizits ist ein wichtiges Signal.» Letztlich sei es jedoch nur ein Schritt auf einem anspruchsvollen Weg, sagt Giuliani.

Im Juli 2017 legte der Svar-Verwaltungsrat die überarbeitete Unternehmensstrategie vor. ­Deren Kernelemente sind eine Produktivitätssteigerung und eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Akutspitäler Heiden und Herisau. Im vergangenen Jahr seien mehrere Bereiche durchleuchtet und umstrukturiert worden, sagt Giuliani. «Wir haben Abläufe verbessert und Doppelspurigkeiten eliminiert.» Eine bessere Produktivität konnte zudem beim Personal erzielt werden. Zwischen 2012 und 2015 wurden über 100 Vollzeitstellen geschaffen. Die Verantwortlichen begründeten diese Entwicklung jeweils mit den Veränderungen des Personalgesetzes. Ein Teil der Erhöhung könne aber nicht ­erklärt werden, sagt Giuliani. Deshalb hat der Svar 2017 im Vergleich zum Vorjahr 60 Stellen ­reduziert. Dadurch verbesserte sich die Produktivität.

Fallzahlen haben sich stabilisiert

Grösstes Sorgenkind des Spitalverbunds war in der Vergangenheit das Spital Heiden. Dort fiel 2016 mit 6,8 Millionen Franken der Grossteil des Fehlbetrages an. Wie sich das letztjährige Defizit auf die einzelnen Standorte verteilt, will der Svar nicht bekannt geben. Eines ist aber klar: Wertberichtigungen bei den Spital­immobilien mussten keine vorgenommen werden.

Die Trendwende ist auch bei den Fallzahlen geschafft. Insbesondere in der Chirurgie und der Geburtenabteilung des Spitals Heiden sind diese zuletzt stark eingebrochen. Letztere ist seit dem 1. Oktober 2017 wieder ­geöffnet. Die politischen Diskussionen rund um den Spitalverbund und die negative Präsenz in den Medien hätten Vertrauen ­gekostet, sagt Giuliani. «Das hat sich an allen Standorten ausgewirkt.» Seit dem letzten Quartal 2017 würden sich die Fallzahlen jedoch stabilisieren und zeigten gar wieder einen positiven Trend.

Weitere Verbesserungen für 2018 angestrebt

In der gestern veröffentlichten Medienmitteilung blickt der Svar auch in die Zukunft. Demnach stehen im Psychiatrischen Zentrum AR (PZA) in den nächsten Jahren mehrere Renovationsprojekte an. Dafür hat der Regierungsrat im Rahmen des Voranschlages 2018 einen Investitionskredit von 13 Millionen Franken freigegeben. Im März 2007 hatten die Stimmberechtigten einen Rahmenkredit zur Sanierung des PZA angenommen. Aufgrund eines Baustopps wurden von den rund 39 Millionen Franken bis jetzt erst deren 26 Millionen ­investiert.

Einige der angestossenen Massnahmen innerhalb des Svar sollen 2018 oder in den kommenden Jahren wirksam werden. Als Beispiel nennt Giuliani die Zusammenlegung der Inneren Medizin und der MTTB (Medi­zinisch-technische und thera­peutische Bereiche) in einem ­Departement. Dadurch könnten die Fachärzte ihre Sprechstunden bedarfsgerecht in Heiden und Herisau anbieten, sagt sie. Giuliani warnt aber vor zu hohen ­Erwartungen. Der Spitalverbund habe vieles aufzuholen. «Dies kann nicht von einem auf den ­anderen Tag erfolgen.»

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