Jahns: «Es wird einseitig ermittelt»

Christopher Jahns weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und kritisiert das Vorgehen der Staatsanwaltschaft.

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«Christopher Jahns ist Opfer einer Diffamierungskampagne geworden», sagt Medienanwalt Gernot Lehr. Gegen Jahns, der vorgestern von seinem Amt als Präsident der European Business School in Wiesbaden zurücktreten ist und seine Ämter bei der St. Galler Beratungsgruppe BrainNet niedergelegt hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Dem 41-Jährigen wird vorgeworfen, öffentliche Gelder in seine privaten Firmen geschleust zu haben (Ausgabe vom 6. April).

Jahns war am Montag verhaftet und am selben Tag wieder freigelassen worden. Das Amtsgericht hat den Haftbefehl nach Anhörung des Beschuldigten ausser Vollzug gesetzt. Gernot Lehr kritisiert das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen würden einseitig geführt. Die Staatsanwaltschaft habe bislang keine entlastenden Beweise zusammengetragen. Auch habe sie keine Entlastungszeugen vernommen.

Kritik übt Lehr auch an den öffentlichen Äusserungen der Staatsanwaltschaft. Diese habe sich nicht an den Grundsatz gehalten, Beschuldigte nicht vorzuverurteilen. Jahns sei nicht vernommen worden, die Anwälte hätten noch keine Akteneinsicht erhalten. Deshalb könne keine Anklage erhoben werden. (ist)

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