Investor zieht Projekt zurück

Vier neue Einkaufszentren sind im Linthgebiet geplant. Nun sind es noch drei. Die Linth Investment AG hat kein Interesse mehr am Grossprojekt in Schmerikon.

Drucken
Teilen

Auf der Kleinen Allmeind in Schmerikon wird kein Einkaufscenter gebaut. Ob das Areal anderweitig genutzt wird, ist derzeit noch offen.

Es hatte verlockend getönt. Von 30 Millionen Investitionen war die Rede und von 120 neuen Arbeitsplätzen. Profitiert hätte auch die Ortsgemeinde. Sie wollte das Land im Baurecht abgeben; 300 000 Franken pro Jahr hätten dabei herausgeschaut. Daraus wird nun nichts. Die Linth Investment AG verfolgt das Projekt nicht weiter. «Die Investoren haben erkannt, dass das Projekt ohne lokale und regionale politische Unterstützung kaum Realisierungschancen hat», heisst es in der «Zürichsee-Zeitung».

Das Einkaufscenter in Schmerikon war eines von vier Grossprojekten, die im Linthgebiet zurzeit vorangetrieben werden. In Uznach soll der bisherige Linth-Park geschlossen und an anderer Stelle neu gebaut werden. In Schänis plant Ikea ein neues Möbelhaus, und in Mollis bestehen Pläne für einen Glarus-Park. Den Gemeindepräsidenten bereitet diese Entwicklung Sorge. Es könne nicht gutgehen, wenn hüben wie drüben Shopping-Paradiese in der Grösse des Seedamm-Centers realisiert werden. Sie baten deshalb den Kanton, sich um eine überkantonale Abstimmung zu kümmern. Der Kanton reagierte und erliess ein Moratorium – bis Ende 2011.

So lange wollten die Investoren in Schmerikon nicht warten, auch deshalb, weil «die späteren Erfolgsaussichten in Anbetracht der Konkurrenzsituation» bescheiden gewesen wären. (mdö)

Aktuelle Nachrichten