INTERVENTION: Verbotene Fanartikel

Der FC St. Gallen stoppt den Verkauf von illegal bedruckten T-Shirts über eine Internetplattform.

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Ein über das Internet illegal bestelltes T-Shirt. (Bild: PD)

Ein über das Internet illegal bestelltes T-Shirt. (Bild: PD)

Der FC St. Gallen wird in der Region geliebt. Und viele zeigen diese Liebe mit Fanartikeln ihres Vereins. Die Verlockung ist also gross, selber auf diesen Zug aufzuspringen und «eigene» FCSG-Fanartikel zu verkaufen.

Das war noch nie so einfach wie im Informationszeitalter. Auf Internetplattformen können eigene – oder fremde – Designs hochgeladen werden. Produktion und Versand der Kleidungsstücke übernimmt der Plattformbetreiber, ebenso die Zahlungsabwicklung. So dürfte es auch beim Angebot abgelaufen sein, welches bis vor kurzem auf einer US-amerikanischen Plattform zu finden war und auf Facebook beworben wurde. Das Angebot wurde mittlerweile gelöscht – auf Betreiben des FC St. Gallen, wie Sprecher Daniel Last bestätigt.

«Mit unserer Marke Geld verdienen geht nicht»

«Dass Dritte unser Logo und die Marke FCSG 1879 ohne Erlaubnis verwenden, kommt regelmässig vor», sagt Last. Bei der nun betroffenen Internetplattform habe man bereits einmal intervenieren müssen. «Wenn jemand mit unserer Marke Geld verdienen will, geht das natürlich nicht.» Auch wenn Marke oder Logo für Internetseiten oder in den sozialen Netzwerken missbraucht würden, schreite man ein. Inoffizielle Fanartikel sind insbesondere bei den Ultras des FC St. Gallen beliebt. Sie können so ihre Leidenschaft zur Schau stellen, ohne die ungeliebte Kommerzialisierung zu unterstützen.

In anderen Fällen ist man beim FC St. Gallen aber auch kulant, etwa wenn ein Fan zum Eigengebrauch einen Pullover mit dem Logo bestickt. «Das können wir ja auch nicht kontrollieren», sagt Last.

Der Verein habe einem Fan beispielsweise auch schon das digitalisierte Logo in ausreichender Qualität zur Verfügung gestellt, damit dieser eine Wand in seinem Zimmer damit bemalen konnte. Ebenso kommt es manchmal vor, dass Fanclubs ihre eigenen «Kollektionen» gestalten, die sich in Farbe und Beschriftung an den FC St. Gallen anlehnen. Für Daniel Last gehöre das zum Fansein dazu und sei «sehr legitim».

Johannes Wey

johannes.wey

@tagblatt.ch