InterSky verkauft eine Maschine

Die Vorarlberger Fluglinie InterSky spürt die Altenrheiner Konkurrenz: Sie fliegt nur noch einmal täglich zwischen Wien und Friedrichshafen. Zudem ist der Verkauf einer Dash 8/300 geplant.

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Eine Dash 8/300 steht zum Verkauf. (Bild: pd)

Eine Dash 8/300 steht zum Verkauf. (Bild: pd)

InterSky-Gründerin und Geschäftsführerin Renate Moser bestätigte gestern Medienberichte, wonach die Fluggesellschaft an Partnern interessiert sei, die bis zu 50 Prozent des Unternehmens übernehmen. Ein Stellenabbau sei «derzeit nicht geplant». Gründe für den Schritt sei die starke Konkurrenz durch die Fluggesellschaften AUA (Austrian Airlines) und «People's Vienna Line», die seit einigen Monaten neu zwischen Altenrhein und Wien fliegt. Schuld am Abbau sei zudem die Luftverkehrsabgabe, die in Deutschland und Österreich erhoben werde. Dadurch seien die Flüge zwischen Friedrichshafen und Wien um fast zehn Euro stärker besteuert als jene zwischen Wien und Altenrhein.

Um die Strecke zu halten, habe es bis zuletzt Kooperationsgespräche gegeben, so Moser. Laut Medienberichten wollte InterSky mit der AUA zusammenarbeiten.

Die InterSky will nun eine ihrer vier Maschinen verkaufen, wie Moser weiter sagte. Mitte August hatte InterSky noch angekündigt, grössere Maschinen kaufen zu wollen, um im Rahmen der seit 1. Juni laufenden Vertriebskooperation mit AirBerlin Zubringerflüge anbieten zu können. Die Mitarbeiter in Bregenz und Friedrichshafen wurden gestern informiert. Kündigungen solle es wegen des Flugzeugverkaufs nicht geben, sagte Moser. Angedacht seien Teilzeit-Vereinbarungen mit einigen Mitarbeitern des fliegenden Personals. Zudem hätten andere Airlines, die Personal suchten, um Kooperationen angefragt.

InterSky hatte 2010 erstmals nach sechs Jahren einen Verlust eingeflogen. Kürzlich erklärte die Airline, bis 2014 den Umsatz von 29 Mio. Euro (2010) auf 60 Mio. Euro erhöhen zu wollen. (sda)

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