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Internationale Standards erfordern Anpassungen

Die Liechtensteinische Treuhändervereinigung hat eine Zukunftsstrategie für Treuhänder entwickelt. Neu liegt auch eine Studie aus wissenschaftlicher Sicht über mögliche Entwicklungen der Treuhandbranche in Liechtenstein vor.
Günther Meier

VADUZ. «Die Treuhandbranche bekennt sich zur Einhaltung internationaler Standards», so lautet die neue Strategie der Liechtensteinischen Treuhändervereinigung, die sich im veränderten Umfeld der Finanzwirtschaft mit den Forderungen nach Transparenz und Steuerehrlichkeit neu positionieren möchte. Mit der Einhaltung internationaler Standards will die Treuhandbranche ihr «Image als verlässlicher Partner, attraktive Arbeitgeberin und leistungsfähige Dienstleisterin im Bereich der qualitativ hochwertigen Vermögensplanung» fördern. Über die Formulierung ihrer Strategie versucht die Treuhändervereinigung die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.

«In dezimierter Form»

Nun liegt eine Studie vor, die sich mit der Neupositionierung, den Entwicklungen und dem künftigen Handlungsbedarf der Treuhandbranche auseinandersetzt. Pieter van Eck, der die Studie als Bachelorarbeit am Institut für Banking and Finance an der Universität Zürich verfasste, gelangt zur Schlussfolgerung, dass der Treuhandsektor unter bestimmten Voraussetzungen noch Zukunft hat: «Unter Gewährleistung optimaler Rahmenbedingungen kann Liechtenstein ein sehr professioneller und spezialisierter Treuhandsektor erhalten bleiben, auch wenn nur in dezimierter Form.» Ob es zu einer positiven Veränderung der momentanen Situationen kommen wird, lässt der Autor der Studie offen, sieht aber am Beispiel der Verträge Liechtensteins mit Grossbritannien, dass durchaus positive Ergebnisse bei Verhandlungen erreicht werden können.

Vorteile verwässert

Der internationale Druck zur Verhinderung der Steuerumgehung hat die Treuhänder und die bisherige Ausrichtung der Geschäftstätigkeit vor Herausforderungen gestellt. Die «rechtliche Flexibilität und Diskretion der Strukturen sowie die Stabilität Liechtensteins» seien das wichtigste Differenzierungsmerkmal für den in der Vergangenheit erfolgreichen Treuhandsektor gewesen, hält Van Eck fest. Doch die verstärkte internationale Transparenz und Regulierungen hätten diese Vorteile verwässert. Die aktuelle Situation erfordere für den Treuhandsektor und das Anforderungsprofil des Treuhänders notwendige Anpassungen.

Wie es mit dem Treuhandwesen in Liechtenstein in Zukunft weitergehen wird, wagt derzeit kaum jemand zu prognostizieren. Die Treuhändervereinigung geht davon aus, dass ihre Strategie zum Erfolg führen wird: «Das umsatz- und margenträchtige Geschäft mit standardisierten Strukturen ohne eine vertiefte Beratung des Endkunden wird sich über die kommenden Jahre hin zu einer umfassenderen aktiven Kundenberatung verschieben.»

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