Innerrhoden rechnet mit roter Null

Merken
Drucken
Teilen

Staatsfinanzen Trotz Mehraufwendungen rechnet Appenzell Innerrhoden im kommenden Jahr mit einem Voranschlag, dessen Defizit kleiner ist als beim Budget von diesem Jahr. Konkret: Es wird bei einem Gesamtaufwand von gut 157 Millionen Franken mit einem Minus von 1,8 Millionen Franken gerechnet. Die Nettoinvestitionen betragen knapp 14 Millionen. Der Steuerfuss soll unverändert bleiben.

Zu den Mehraufwendungen führen insbesondere die ausserkantonalen Hospitalisationen und Beiträge im Bildungsbereich. Überdies steigen die Personalkosten wegen neuen Stellen und Lohnanpassungen um knapp 600000 Franken auf 24,7 Millionen Franken an. «Durch weiterhin steigende Steuereinnahmen können die Mehraufwendungen praktisch wettgemacht werden», sagte Innerrhodens Säckelmeister Thomas Rechsteiner an der gestrigen Pressekonferenz. Die Folge sei eine rote Null. Angesichts grosser Investitionsvorhaben interessiert im Kanton derzeit auch der Blick über das Folgejahr hinaus. Beispielsweise soll, wenn die nächste Landsgemeinde zustimmt, für 41 Millionen Franken ein neues Spital erstellt werden. Überdies wird das Hallenbad neu gebaut und es läuft die Debatte um diverse Ersatzbauten für das Staatswesen. Folglich dürfte beim Kanton ab 2020 auch eine Fremdverschuldung zum Thema werden. Trotzdem sollen und können die Investitionen nach Ansicht von Thomas Rechsteiner ausgelöst werden. «Wir haben eine gute Ausgangslage, welche dies zulässt.» Das aktuelle Eigenkapital des Kantons liegt bei rund 125 Millionen Franken, die flüssigen Mittel betragen 50 Millionen.

Das Budget 2018 und der Finanzplan für die nächsten vier Jahre berät der Grosse Rat am 1. Dezember. (rf)