In Wil kam die Polizei

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Kontrolle In der Stadt Wil war unlängst die Polizei involviert im Streit um Elterntaxis: Die Stadtpolizei hatte im Dezember zwei Wochen lang den Verkehr vor dem Mattschulhaus beobachtet. Schulleiter Ruedi Blumer sagte Anfang dieses Jahres, er habe die Autos nie gezählt, gehe aber von 20 bis 30 aus, die viermal täglich innerhalb einer Viertelstunde gleichzeitig vor dem Schulhaus hielten (Ausgabe vom 9. Januar).

Die Bestandsaufnahme der Polizei war eine Reaktion der Stadt Wil auf die Interpellation «Elterntaxis gefährden die Sicherheit der Kinder». Das Kontrollergebnis überraschte Schulleiter Blumer: Es gebe «kein grosses Problem mit ­Elterntaxis», hiess es von Seiten der Kantonspolizei St. Gallen. Bussen seien keine verteilt worden, bei Bedarf sei eingegriffen worden. Allerdings müssten vereinzelte Verkehrsteilnehmer im Umfeld der Schule mehr Vorsicht walten lassen. Phat Do, Leiter der Fachstelle Sport und Infrastruktur bei der Stadt Wil, sagte denn auch: «Elterntaxis sind und bleiben ein Problem, weil sie andere Kinder, Fussgänger und Verkehrsteilnehmende gefährden.»

Mit diesem Problem sind Wil und Rorschach in der Ostschweiz nicht allein. Auch in Frauenfeld, Münchwilen, Eschlikon, Teufen und Herisau bringen Eltern ihre Kinder gerne mit dem Auto zur Schule. In Wittenbach hat die Polizei vor dem Schulhaus Steig ein temporäres Fahrverbot verhängt. Und Bischofszell hat Plakate aufgehängt, auf denen «Elterntaxis unerwünscht» steht. (kbr)