In Salenstein mag der Vize nicht Chef werden

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Gemeindepräsident Nun will er doch nicht. Giovanni Crupi möchte nicht Gemeindepräsident der Einheits­gemeinde Salenstein und damit Nachfolger von Roland Nothhelfer werden. Mitte Juni hat Letzterer seinen Rücktritt verkündet, und Crupi gab gleichzeitig bekannt zu kandidieren. Doch nun ist wieder alles anders: Der Vizegemeindepräsident teilte gestern seinen Verzicht in einer kurzen Medienmitteilung mit. «Ich ziehe meine Kandidatur zurück. Damit möchte ich ein Zeichen setzen und einer neutralen und starken Persönlichkeit Mut machen, sich um dieses Amt zu bewerben», begründet er. «Oberstes Ziel muss es sein, Ruhe in die Behörde zu bringen.» Dazu brauche es eine Persönlichkeit, welche die unterschiedlichen Positionen im Gemeinderat zusammenbringen und das Miteinander ins Zentrum stellen kann. «Ich bin überzeugt davon, dass eine unabhängige Person die besten Voraussetzungen hat, dies zu erreichen.»

Crupi will aber Gemeinderat bleiben

Der Verzicht auf die Kandidatur heisst aber nicht, dass Giovanni Crupi mit der Lokalpolitik aufhört. «Ich bleibe Gemeinderat», betont er. «Es bringt aber nichts, wenn jemand aus dem bestehenden Gemeinderat das Präsidium übernimmt.» Das Wichtigste sei für ihn, dass in der Behörde und in der Gemeinde endlich Ruhe einkehre. Deswegen stelle er seine Person zurück, auch wenn ihn das Amt sehr gereizt hätte. Ob die öffentlichen Äusserungen seiner Ratskollegen Lorenz Stopper und Markus Irsslinger, dass Crupi das Gemeindepräsidium lieber nicht übernehmen solle, weil er Teil des Problems sei, bei seiner Entscheidung eine Rolle gespielt haben, will er nicht kommentieren.

Wie es bei der Suche weitergeht, kann Crupi nicht sagen. «Es wird schwierig, dass sich jemand so kurzfristig zur Verfügung stellt», sagt er. «Das Gemeindepräsidium ist allerdings kein unattraktiver Job.» Die Wahl soll bereits am 24. September stattfinden. Im Hintergrund laufen dem Vernehmen nach Gespräche mit möglichen Kandidaten. (ndo)