In Münsterlingen und Frauenfeld: Der Kanton Thurgau hat zwei schwerstkranke Covid-19-Patienten aus dem Elsass aufgenommen

Der Kanton Thurgau hat sich bereit erklärt, zwei schwer am Coronavirus erkrankte Patienten aus dem Elsass aufzunehmen. Am Sonntag, 29. März, wurde eine Person ins Kantonsspital Münsterlingen und eine Person ins Kantonsspital Frauenfeld verlegt.

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Im Kantonsspital Münsterlingen gelten erhöhte Hygienemassnahmen.

Im Kantonsspital Münsterlingen gelten erhöhte Hygienemassnahmen.

Reto Martin

(pd/red) Die Chefin des Kantonalen Führungsstabs, Cornelia Komposch, und die Spital Thurgau AG haben gemeinsam beschlossen, einem Hilfsgesuch der französischen Behörden auf Übernahme von zwei schwer erkrankten Patienten aus dem Elsass in den Kanton Thurgau zu entsprechen. Dies als Zeichen der Solidarität, wie die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung festhält.

Schränkt Kapazitäten nicht ein

Das Elsass sei gegenwärtig vom Coronavirus deutlich schwerer betroffen als der Kanton Thurgau. Diese Unterstützung schränke die Kapazität des Thurgauer Gesundheitswesens nicht nachhaltig ein, so die Mitteilung. «Die kantonalen Behörden und Spitäler in der Schweiz sind zudem in regem Austausch, um allfällige Kapazitätsengpässe frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls reagieren zu können.»

Vom Bund koordiniert

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wird die Verlegung ausländischer Patientinnen und Patienten in die Schweiz vom Bund koordiniert. Die beiden Patienten aus dem Elsass müssen intubiert werden und brauchen noch mehrere Tage intensivmedizinische Pflege. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden zu den Patienten keine näheren Angaben gemacht.

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