In Mels soll «Melser» sprudeln

Im Mai wird die Mineralwasser-Produktion in Mels wieder aufgenommen. Mit russischem Geld – und vorerst hauptsächlich für den russischen Markt.

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Mels. Nach einem Produktionsstop Ende September 2009 war die Zukunft der MW Mineralwasser AG ungewiss gewesen. Der russische Investor Yuri Sukhopalov, der die damalige Heidiland Mineralwasser AG 2007 übernommen hatte, hält jedoch an seinem Engagement fest. Mit neuem Namen und fokussiert auf den russischen Markt, hat er nun einen Neustart eingeleitet.

Das neue Konzept sieht vor, zunächst nur den russischen Markt zu beliefern. Gemäss Marco Meisser, Direktor der MW Mineralwasser AG, baut der Investor in der Nähe von Moskau zurzeit eine Anlage, um den heimischen Mineralwassermarkt mit einer Eigenmarke zu beliefern. Das Wasser aus Mels ist als Ergänzung im Premium-Bereich für die gehobene Gastronomie gedacht: «Damit soll der Markt in Moskau, St. Petersburg und Kiew erobert werden», erläutert Meisser.

Dies sei ein realistisches Unterfangen, sagt er und nennt eine Zahl: «Der grösste ausländische Mineralwasser-Importeur verkauft jährlich gegen 25 Millionen Liter Mineralwasser nach Russland.» Und: «In Russland haben wir Profis vor Ort, die den Markt kennen.»

Der schweizerische Markt wird vorläufig nicht mehr beliefert. Jedoch werden einheimische Getränkehändler und auch Private das Melser Wasser im Rampenverkauf beziehen können. (jg)

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