In Innerrhoden sind Wohnungen rar

1,3 Prozent aller zur Miete oder zum Verkauf angebotenen Wohnungen in der Ostschweiz stehen leer. Dieser Wert liegt deutlich über dem landesweiten Durchschnitt.

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Der Leerwohnungsbestand hat leicht zugenommen. (Archivbild: ky)

Der Leerwohnungsbestand hat leicht zugenommen. (Archivbild: ky)

Anteilmässig den geringsten Leerwohnungsbestand aller Ostschweizer Kantone weist mit 0,8 Prozent Graubünden aus. Glarus ist mit 1,9 Prozent unattraktivster Wohnkanton. Appenzell Innerrhoden (1,1 Prozent), Appenzell Ausserrhoden (1,2), der Thurgau (1,4) und St. Gallen (1,5) liegen dazwischen, aber alle über dem Landesdurchschnitt. Für die gesamte Schweiz nennt die jüngste Erhebung des Bundesamts für Statistik einen Leerwohnungsbestand von 0,95 Prozent.

Spitzenwert für Innerrhoden

Die grösste Abnahme innerhalb eines Jahres verzeichnete Innerrhoden (von 1,3 auf 1,1 Prozent); mit diesem Wert steht der Halbkanton auch schweizweit an der Spitze. In Ausserrhoden und im St. Gallischen hat der Leerwohnungsbestand zugenommen. Als Region weist die Ostschweiz mit 1,3 Prozent den höchsten Bestand aller Landesteile aus – von Spitzenreiter Jura mit 2,1 Prozent ist sie aber doch deutlich entfernt.

Mit Ausnahme von Innerrhoden überall rückläufig war im Erhebungsjahr das Angebot an freien Einfamilienhäusern. Wie in der ganzen Schweiz gibt es auch in der Ostschweiz weniger Grosswohnungen mit sechs und mehr Zimmern. Dasselbe gilt für Einzimmerwohnungen. Die klassischen Drei- und Vierzimmerwohnungen bilden den grössten Anteil am verfügbaren Wohnraum.

Stichtag 1. Juni

Als leere Wohnungen im Sinne der Zählung gelten Wohnungen und Einfamilienhäuser, die zur Miete oder zum Kauf angeboten werden. Stichtag der Zählung war der 1. Juni 2010. (nr)

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