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IN EIGENER SACHE: Das Tagblatt bleibt in Ostschweizer Hand

Der gebürtige Wittenbacher Stefan Schmid wird neuer Chefredaktor des St.Galler Tagblatts. Der 38-Jährige, derzeit Inlandchef der Aargauer Zeitung, tritt seine neue Stelle spätestens am 1. August an.
Stefan Schmid (Bild: Urs Bucher)

Stefan Schmid (Bild: Urs Bucher)

ST.GALLEN. Verliert die Ostschweiz ihre publizistische Stimme? Werden das St.Galler Tagblatt und seine Regionalausgaben künftig aus Zürich gewissermassen ferngesteuert? Das sind die Fragen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, seit die NZZ-Mediengruppe im März einen Publizistischen Leiter für ihre regionalen Medienhäuser eingesetzt und Tagblatt-Chefredaktor Philipp Landmark seinen Rücktritt bekannt gegeben hat. Auch die Politik befasst sich mit der Sache: In den Kantonsparlamenten von St.Gallen und Thurgau wurden Vorstösse eingereicht, die Ostschweizer Kantonsregierungen äusserten ihre Besorgnis.

Jetzt wird klar: Das St.Galler Tagblatt bleibt in ostschweizerischer Hand, die regionale publizistische Ausrichtung wird gestärkt. Der Verwaltungsrat der Tagblatt Medien hat den 38-jährigen St.Galler Journalisten Stefan Schmid zum Nachfolger von Philipp Landmark gewählt. Schmid, der derzeit das Inland-Ressort beim Zeitungsverbund "Nordwestschweiz" der AZ Medien leitet, wird seinen Posten spätestens am 1. August antreten.

Am Montagnachmittag stellte sich Schmid in einer Anhörung den Fragen der Redaktorinnen und Redaktoren des Tagblatts. Es war für den gebürtigen Wittenbacher ein Heimspiel vor vielen vertrauten Gesichtern: Von 2005 bis 2009 hatte Schmid bereits als Inland-Redaktor beim Ostschweizer Medienhaus gearbeitet, von 2009 bis 2011 war er Blattmacher und Mitglied der Chefredaktion. "Ich habe den Grossteil meiner journalistischen Karriere für das Tagblatt gearbeitet und freue mich daher sehr, als Chefredaktor zu dieser Zeitung – und gleichzeitig in meinen Heimatkanton – zurückzukehren", sagt Schmid. Derzeit lebt der hartnäckig recherchierende und pointiert kommentierende Journalist mit seiner Familie in Bern. Er wird in die Ostschweiz umziehen.

Schmid verantwortet neben dem St.Galler Tagblatt auch die Regionalausgaben Appenzeller Zeitung, Wiler Zeitung, Toggenburger Tagblatt sowie die Ostschweiz am Sonntag. Der Historiker und Politikwissenschaftler kann sich dabei auf ein bewährtes und verjüngtes Führungsteam stützen. Online-Chefin Sarah Gerteis, Jürg Ackermann, Leiter der überregionalen Ressorts, sowie Ostschweiz am Sonntag-Chef Silvan Lüchinger verbleiben auf ihren Posten in der Chefredaktion.

Neu ins Leitungsgremium gewählt wurde der Ressortleiter "Ostschweiz", Andri Rostetter. Der 36-jährige Journalist ist nach einem zweijährigen Einsatz als Alleinredaktor des "Neuen Sulgener Anzeigers" 2008 in die Redaktion des Tagblatts eingetreten. Rostetter hat in Bern und Freiburg Geschichte und Germanistik studiert. Er löst in der Chefredaktion Bruno Scheible ab. Dieser wird seine journalistischen Kompetenzen in neuer Funktion einbringen.

Die neue Chefredaktion steht nicht nur für eine moderne, lesernahe Publizistik mit Pfiff und Präzision. Sie bietet insbesondere Gewähr für eine unabhängige und starke ostschweizerische Stimme im Schweizer Medienkonzert – online und im Print gleichermassen.

Gestärkt wird in diesem Zusammenhang auch die Stellung der Thurgauer Zeitung. Deren Leiter, David Angst, wird zum Chefredaktor ernannt. In vielen Fragen hat der Thurgau eine eigene, ganz spezifische Optik. Die Thurgauer Zeitung soll dem noch besser als bisher Rechnung tragen können. Deshalb ist es richtig, dass der Chefredaktor der Thurgauer Zeitung jenem des St.Galler Tagblatts gleichgestellt wird.

Bis zum Amtsantritt von Stefan Schmid wird Silvan Lüchinger als Chefredaktor ad interim die Geschäfte des Tagblatts leiten. Philipp Landmark scheidet auf Ende diesen Monats aus der Chefredaktion aus. Er steht dem Zeitungsverbünd für publizistische Projekte allerdings bis auf weiteres zur Verfügung.

Pascal Hollenstein, Publizistischer Leiter NZZ-Regionalmedien

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