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In der Stadt St.Gallen wird die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Ostschweiz gebaut

In der Stadt St.Gallen kann bald Wasserstoff getankt werden. An der Oberstrasse wird eine neuartige Tankstelle entstehen.
Daniel Wirth
Osterwalder AG in St.Gallen: An der Oberstrasse wird die neuartige Tankstelle entstehen. (Bild: Urs Bucher)

Osterwalder AG in St.Gallen: An der Oberstrasse wird die neuartige Tankstelle entstehen. (Bild: Urs Bucher)

Der Förderverein «H2 Mobilität Schweiz» setzt sich zum Ziel, in der Schweiz ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen aufzubauen. Die Osterwalder St.Gallen AG ist als Teil der Avia-Vereinigung Mitglied dieses Fördervereins. An der Oberstrasse in der Stadt St. Gallen, am Hauptsitz der 1855 gegründeten Firma, wird die Osterwalder St. Gallen AG am 2.April nächsten Jahres die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Ostschweiz eröffnen. Das Baugesuch liegt noch bis 11. September öffentlich auf.

CEO Thomas Osterwalder glaubt an die Zukunft von Wasserstoff. «Wir wissen, dass in der Schweiz im Jahr 2025 rund 1600 Wasserstofflastwagen Güter transportieren werden», sagt er. Für diese Fahrzeuge brauche es in einer ersten Phase 50 bis 80 Tankstellen. Die Investition an der Oberstrasse in die erste Wasserstoffzapfsäule in der Ostschweiz sei erheblich, sagt Osterwalder. Aber er sei überzeugt, es werde sich lohnen. Denn: Wasserstoff sei zu 100 Prozent erneuerbar (Zweittext) und ein Wasserstofffahrzeug setze keinerlei umweltschädigendes Kohlenstoffdioxid (CO2) frei.

Thomas Osterwalder, Geschäftsleitungsvorsitzender Osterwalder St.Gallen AG. (Bild: PD)

Thomas Osterwalder, Geschäftsleitungsvorsitzender Osterwalder St.Gallen AG. (Bild: PD)

Einzige Voraussetzung dafür, dass sich Wasserstoff in der Schweiz als Treibstoff bei Lastwagen und Autos durchsetzen werde, sei der Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes, sagt Thomas Osterwalder. Denn heute würden sowohl Lastwagen als auch Autos mit einem Brennstoffzellenmotor bereits serienmässig produziert. Führend in dieser Mobilitätstechnologie sind Toyota aus Japan und Hyundai aus Südkorea.

Offensive von Avia, Agrola, Coop, Fenaco und Migros

Die Osterwalder St.Gallen AG selbst schafft gemäss ihrem Geschäftsführer drei Wasserstoffautos an, mit denen sie Aussendienstmitarbeiter durchs Land schickt. Diese Anschaffung und der Bau der ersten Wasserstoffzapfsäule im östlichen Landesteil sei ein Bekenntnis zum Wasserstoff, sagt Thomas Osterwalder, dessen Bruder Martin im Vorstand des Fördervereins «H2 Mobilität Schweiz» ist. Neben der Avia-Vereinigung sind dem Verein Agrola, Coop, Fenaco und Migros angeschlossen. Gemeinsam wollen sie eine Wasserstoff-Offensive lancieren, bei der St.Gallen mit der zweiten Zapfsäule im Land – die bisher einzige öffentliche wird von Coop im aargauischen Hunzenschwil betrieben – eine Pionierrolle einnimmt. Dass ausgerechnet am Hauptsitz der Osterwalder St.Galler AG die erste Wasserstofftankstelle der Ostschweiz gebaut wird, hat zwar auch Symbolcharakter, aber nicht nur. Thomas Osterwalder: «Wir glauben an ein langfristig rentables Wasserstoffgeschäft.»

Eine Tankfüllung kostet gleicht viel wie heute Diesel

Wasserstoff wird gemäss Osterwalder gleich teuer sein wie Diesel. Die Reichweite von Fahrzeugen mit Brennstoffzellenmotor und Wasserstoff als Treibstoff sei grösser als bei herkömmlichen Elektrofahrzeugen. Wasserstoffautos werden mit einem Druck von 700 Bar (bei minus 40 Grad Celsius), Wasserstofflastwagen und -cars mit 350 Bar betankt. Das Betanken erfolgt durch Überströmen aus dem Hochdrucktank der Tankstellen, laut Osterwalder schnell, einfach und dank spezieller Tankstutzen sicher.

Element H wird «verstromt»

Wasserstoffautos haben einen Elektromotor, aber keine Batterie. Mit einer Brennstoffzelle wird das chemische Element Wasserstoff (H) sozusagen «verstromt». Wasserstoff ist zu 100 Prozent erneuerbar. Bei einem Wasserstoffauto kommt hinten aus dem Auspuff nichts anderes als CO2-freier Wasserdampf heraus. Das Betanken eines Wasserstofffahrzeuges dauert etwa gleich lang wie das Betanken eines Autos mit Verbrennungsmotor, also deutlich weniger lang als das Aufladen einer Batterie. Gemäss Thomas Osterwalder ist das Lagern und Transportieren von Wasserstoff nicht gefährlicher als der Umschlag von Benzin oder Diesel. Wasserstofflastwagen sind in der Schweiz wie Elektrolastwagen von der Schwerverkehrsabgabe (LSVA) befreit. (dwi)

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