«In der Ostschweiz ist das die grösste Schneemenge in diesem Winterhalbjahr»: Meteorologen erwarten am Montag in St.Gallen und Herisau bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

Mit der sinkenden Schneefallgrenze scheint es in der kommenden Woche nun auch im Flachland noch einmal Schnee zu geben. Laut Cédric Sütterlin, Meteorologe bei Meteonews, hält danach aber der Frühling in der Ostschweiz Einzug. 

Eva Wenaweser
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Trotz Frühlingsanfang ist in der kommenden Woche bis ins Flachland mit Schneefall zu rechnen.

Trotz Frühlingsanfang ist in der kommenden Woche bis ins Flachland mit Schneefall zu rechnen. 

Symbolbild: Nana Do Carmo (20.März 2007)

«Der April macht was er will», heisst es für gewöhnlich. Dieses Jahr scheint er etwas früh dran zu sein, denn bereits am kommenden Wochenende kann sich das Wetter nicht entscheiden: Am Samstag rechnet man in der Ostschweiz laut Cédric Sütterlin, Meteorologe Meteonews, mit einem schönen, eher milden Tag, während am Sonntag die Schneefallgrenze bis auf rund 700 Meter sinkt. Auch die Temperaturen sinken in der Nacht von Sonntag auf Montag auf 0 Grad oder sogar in den leicht frostigen Bereich. Zu Beginn der kommender Woche bleibe es ebenfalls kalt – erst ab Mitte Woche sei wieder mit einem Temperaturanstieg zu rechnen. Davor soll es aber bis ins Flachland Schnee geben: 

Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in höher liegenden Gebieten

Während in den Regionen entlang dem Rhein und am Bodensee laut Sütterlin nicht mit allzu viel Niederschlag und somit auch nur begrenzt mit Schnee zu rechnen ist, erwartet man in den Voralpen bis zu fünf Zentimeter. «Mehr als vier Zentimeter Neuschnee gab es in St.Gallen in diesem Winter nie, fünf Zentimeter war die maximale Schneehöhe bisher im Winter 2019/2020.» In den höher liegenden Gegenden wie St.Gallen und Herisau erwarte man jetzt aber sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Sütterli sagt: 

«In der Ostschweiz ist das die grösste Schneemenge in diesem Winterhalbjahr.»

Während es am Sonntagmorgen mit bis zu sechs Grad noch eher mild sei, nehme die Temperatur dann mit der Bise nach dem Mittag kontinuierlich ab. «Am Montag erwarten wir mit Werten um den Gefrierpunkt auch Schnee bis ins Flachland, der auf Dächern und Grünflächen durchaus liegen bleiben kann», sagt Sütterlin. 

Wenn die Leute zu Hause sind, gibt es kein Schnee-Chaos auf den Strassen

Neben den kalten Temperaturen mit rund minus zwei Grad am Morgen und null bis ein Grad tagsüber sei aber auch die Bise nicht zu unterschätzen: Diese erreicht gemäss Sütterlin am Montag und Dienstag eine Geschwindigkeit von 60 bis 70 Kilometer pro Stunde. «Während am Dienstag im Thurgau und generell am Bodensee manchmal auch die Sonne durchkommt, bleibt es entlang der Alpen eher grau», sagt Sütterlin. Danach sollte es aber wieder wärmer werden und man rechne spätestens für die darauffolgende Woche mit frühlingshaften Wetter. 

«Am Mittwochmorgen ist das Wetter zwar noch ziemlich kalt, danach steigen die Temperatur bis Freitag aber wieder auf rund acht Grad.»

Gerade für die Obstbäume bedeute der kommende Frost einen erneuten Kampf. «Das Positive ist aber, dass bei diesem Wetter wahrscheinlich niemand freiwillig raus geht», sagt Sütterlin. Somit könne man sich besser an die Massnahmen des Bundes für die Bekämpfung des Coronavirus halten. Und weil momentan verhältnismässig wenig Leute zur Arbeit müssen, gebe es wahrscheinlich auch weniger Chaos auf den Strassen, wie es sonst bei Schnee der Fall wäre. 

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