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In der A-Region fressen Kühe bald Plastik

Die Abfallregion St.Gallen-Rorschach-Appenzell führt auf Januar die gemischte Kunststoffsammlung mit dem Kuh-Bag ein. Der Thurgau hat damit positive Erfahrungen gemacht.
Katharina Brenner
An Sammelstellen in den beteiligten Gemeinden kann man die gefüllten Kuh-Bags abgeben. (Bild: pd)

An Sammelstellen in den beteiligten Gemeinden kann man die gefüllten Kuh-Bags abgeben. (Bild: pd)

Becher, Blumentöpfe, Shampooflaschen – Kunststoffverpackungen und Tetrapacks werden ab ­Januar 2019 in 30 Gemeinden der Abfallregion St.Gallen-Rorschach-Appenzell in Kuh-Bags entsorgt. Das teilte die A-Region gestern mit. Der Grund für die Einführung: «Kunststoffe aus Haushalten separat zu sammeln und diese dem stofflichen Recycling zuzuführen». Erhältlich sind die Säcke in der A-Region in den meisten Verkaufsstellen für Kehrichtsäcke. Der 60-Liter-Sack kostet zwei Franken, der 35-Liter-Sack 1,40 Franken. Damit werden Logistik, Sortierung und Zuführung in die Wiederverwertung finanziert. Ist der Sack gefüllt, bringt man ihn an die Sammelstellen in den beteiligten Gemeinden.

Warum setzt die A-Region auf Kuh-Bags? «Es macht Sinn, sich einem System anzuschliessen, das sich bei unseren Nachbarn bewährt hat», sagt Thomas Huber, Geschäftsführer der A-Region. Diese beteiligt sich ab dem neuen Jahr am Kunststoffsammelsystem des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) und des Verbands KVA Thurgau.

Sammelmenge hatte sich im zweiten Jahr verdoppelt

Im Kuh-Bag werden Kunststoffverpackungen und Tetrapacks gesammelt. (Bild: pd)

Im Kuh-Bag werden Kunststoffverpackungen und Tetrapacks gesammelt. (Bild: pd)

2013 hatte das Thurgauer Amt für Umwelt diese beiden Verbände sowie private Entsorgungsfirmen an einen runden Tisch geholt. Das Ergebnis war der Plastiksack mit der Kuh. Bereits im zweiten Projektjahr hatte sich die Sammelmenge verdoppelt. Die Empa analysierte das Projekt: 50 bis 57 Prozent wird stofflich wiederverwertet, rund die Hälfte des Kunststoffs in der Schweiz oder in anderen europäischen Ländern dem Recycling zugeführt.

Mit dem Einstieg der A-Region nutzen neu 130 Gemeinden das System, von Stein am Rhein bis zum Säntis. Die A-Region umfasst 36 Mitglieder. 35 davon sind Gemeinden, das 36. Mitglied ist Appenzell Innerrhoden. Schwellbrunn und Schönengrund seien die einzigen Gemeinden, die bereits Kuh-Bags benutzen, sagt Huber. Von der Gemeinde bewilligte Alternativen haben Thal und Rorschacherberg. Thal erst seit Oktober. Die Gemeinde nutzt die Abfallsäcke der Georges Bleiker AG mit Sitz in Staad. «So kurz nach der Einführung wollten wir keinen Wechsel», sagt Gemeindeschreiber Christoph Giger. «Ein solcher würde für uns auch wenig Sinn machen.» Mit der Bleiker AG hat Thal eine Annahmestelle vor Ort.

Drei Gemeinden wollen abwarten

Anders ist die Situation in Rorschacherberg. Dort wird seit anderthalb Jahren Plastik in «Bleiker-Säcken» gesammelt. Im neuen Jahr stellt die Gemeinde aber auf Kuh-Bags um. Rorschacherberg habe mit der Bleiker AG sehr gute Erfahrungen gemacht, sagt Gemeindepräsident Beat Hirs. Die Kuh-Bags würden aber günstiger kommen. Jeden zweiten Tag müssten Werkhofsmitarbeiter die Kunststoffsäcke nach Staad bringen. Die Kuh-Bags hingegen werden vom ZAB an den Sammelstellen in den Gemeinden abgeholt. «Nach einem Jahr werden wir dieses Modell überprüfen», sagt Thomas Huber. Hirs hätte es gern gesehen, wenn die Vergabe öffentlich ausgeschrieben worden wäre. Letztlich entscheiden aber die Gemeinden der Abfallregion, ob sie Kuh-Bags wollen. Gaiserwald klärt gemäss Huber die Einführung. Untereggen, ­Eggersriet und Wald wollen mit einer Kunststofflösung abwarten.

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