In den Fokus stellen

Weshalb erhalten dieses Jahr die Leiterinnen der Angehörigengruppen den Fokus-Preis?

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Cristina De Biasio Co-Präsidentin Schweizerische Alzheimervereinigung Sektion St. Gallen/Appenzell

Cristina De Biasio Co-Präsidentin Schweizerische Alzheimervereinigung Sektion St. Gallen/Appenzell

Weshalb erhalten dieses Jahr die Leiterinnen der Angehörigengruppen den Fokus-Preis?

Sie setzen sich mit viel persönlichem Engagement für Angehörige und die an Demenz Erkrankten ein, nicht nur in den Gesprächsrunden, sondern auch in privaten Gesprächen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, dass betreuende Angehörige schwierige Situationen meistern können. Dies ist eine Aufgabe im Stillen und im Hintergrund. Wir wollen sie deshalb für einmal wortwörtlich in den Fokus stellen.

Wie viele Angehörigen-Gruppen gibt es in Ihrem Gebiet?

Es sind zehn Gruppen, die von elf Gesprächsleiterinnen und -leitern betreut werden. Seit kurzer Zeit besteht auch eine Gruppe für Angehörige von jüngeren Demenz-Betroffenen.

Was zeichnet eine Gruppenleiterin aus?

Die Gruppenleiterinnen absolvieren eine Ausbildung und besuchen regelmässig Weiterbildungskurse. Neben dem fachlichen Wissen zeichnet sie sich aber auch durch Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Kenntnisse der Gesprächsführung, Offenheit für die Situation und die Bedürfnisse der Angehörigen von demenzkranken Menschen aus. Meist bringen sie auch persönliche Erfahrungen im Umgang mit Demenzkranken.

Den Welt-Alzheimertag gibt es seit 1994. Was sind heute im Vergleich zu früher die aktuellen Themen?

Früher ging es überwiegend um Aufklärung zum Krankheitsbild der Demenz im allgemeinen. In den vergangenen Jahren sind es mehr die politische Anliegen und Positionierungen, die wichtig wurden. Es ist wichtig, dass die politisch Verantwortlichen die Bedeutung und den Handlungsbedarf erkennen. (jhe)