Immer mehr Pflegefamilien im Kanton St. Gallen

Sozialamt In St. Gallen ist seit 2013 der Kanton zuständig für die Aufsicht über die Pflegefamilien. Die Anzahl Pflegefamilien hat seither stetig zugenommen, wie die Staatskanzlei mitteilt. Ursprünglich wurde mit 180 Pflegefamilien im Kanton gerechnet.

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Sozialamt In St. Gallen ist seit 2013 der Kanton zuständig für die Aufsicht über die Pflegefamilien. Die Anzahl Pflegefamilien hat seither stetig zugenommen, wie die Staatskanzlei mitteilt. Ursprünglich wurde mit 180 Pflegefamilien im Kanton gerechnet. Ende letzten Jahres betreuten im Kanton 253 Pflegefamilien insgesamt 338 Pflegekinder im Alter von wenigen Tagen bis zur Volljährigkeit. Knapp ein Drittel aller Pflegeeltern sind Verwandte des Pflegekindes. Häufig sind es Grosseltern, aber auch Onkel, Tanten, ältere Geschwister, die diese anspruchsvolle Betreuungsaufgabe übernehmen. Gut die Hälfte aller Pflegekinder ist über zwölf Jahre alt, lediglich fünf Prozent sind jünger als drei Jahre. Am 31. Dezember 2015 lebten genau gleich viele Mädchen wie Knaben, nämlich je 169, in Pflegefamilien.

Immer mehr Kinder und Jugendliche in sehr schwierigen Lebenssituationen werden durch Pflegefamilien betreut. Rund 40 Prozent der Pflegefamilien werden durch eine Familienplazierungsorganisation beraten und begleitet, damit sie die anspruchsvolle Aufgabe gut meistern können.

Das kantonale Amt für Soziales prüft die Eignung von Pflegefamilien und nimmt die Aufsicht wahr. Es bietet Informationsanlässe und Weiterbildungen an sowie einen Familientag, an dem sich Pflegekinder und Pflegefamilien treffen, gemeinsam spielen und Erfahrungen austauschen. Das Amt für Soziales muss nach Bundesrecht jede Familie mindestens einmal im Jahr besuchen. Beim letzten Besuchsturnus hat es im Sinn der Kinderrechte einen Schwerpunkt bei den Pflegekindern gesetzt. (red.)