Im Wetter-Ticker: Ein grauer, trüber 4. Advent +++ Wohl keine weisse Weihnachten in der Ostschweiz +++ Regentropfen statt Schneeflocken

Am Wochenende fegen starke Winde über die Ostschweiz. Vor allem am Freitag blies es einem insbesondere im Rheintal nur so um die Ohren. Vereinzelt kam es zu Unfällen. Am Samstag und Sonntag fällt wiederholt Regen. Weisse Weihnachten fallen in der Ostschweiz wohl aus. Verfolgen Sie sämtliche Wetternews in unserem Ticker.

Rossella Blattmann und Linda Müntener
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Samstag, 21. Dezember - 11:15 Uhr

Ein graues Adventswochenende, kein Schnee an Heiligabend

Der Föhn sorgt in der Ostschweiz für mildes, trübes, und teils stürmisches Wetter.

Der Föhn sorgt in der Ostschweiz für mildes, trübes, und teils stürmisches Wetter.

Ralph Ribi

(pd/bro) Der 4. Advent bringt auf der Alpennordseite trübes, wiederholt nasses und windiges Wetter mit möglichen Sturmböen, schreibt Meteonews am Samstag in einem Communiqué.

Dazu ist es laut Mitteilung mit 7 bis 10 Grad ziemlich mild, die Schneefallgrenze liegt meist oberhalb von rund 1000 Metern. Die Alpensüdseite ist mit Nordföhntendenz wetterbegünstigt, heisst es weiter.

Windig und regnerisch

Wie Meteonews weiter mitteilt, kommen in der Nacht auf Sonntag mit einer Störung Niederschläge auf, Schnee fällt ab 1400 Metern. Danach verlaufe Sonntag, der 4. Advent, meistens trüb. Zunächst falle vor allem im Jura und in der Romandie sowie im Wallis kräftiger Regen, nach letzten Aufhellungen folgen später auch in der Zentral- und Ostschweiz und mit Schwerpunkt entlang der Alpen wiederholte Niederschläge. Die Schneefallgrenze liegt am Vormittag bei 1200 bis 1400 Metern und sinkt bis am Abend auf rund 1000 Meter. In windgeschützten Alpentälern und speziell im Wallis liegt die Schneefallgrenze etwas tiefer, heisst es weiter.

Im Verlauf des Vormittags frischt gemäss Meteonews der Südwestwind auf, am Nachmittag weht mässiger bis starker, teilweise auch stürmischer Südwestwind, in Böen werden im Flachland Werte um 60 bis 75 Kilometer pro Stunde erreicht, in exponierten und erhöhten Lagen fällt der Wind auch stärker aus.

Die Temperaturen liegen laut Communiqué bereits in den Morgenstunden bei Werten um 3 bis 8 Grad, tagsüber werden 8 bis 10 Grad erreicht. Die Nullgradgrenze liegt zunächst bei 1600 bis 1800 Metern und sinkt im Tagesverlauf allmählich auf 1400 Meter, teilt der Wetterdienst weiter mit.

Kein Schnee an Heiligabend

Der Montag sowie auch Heiligabend bringen laut Meteonews einen wechselnd bis stark bewölkten Himmel mit kurzen Auflockerungen. Dazu fällt zeitweise Regen, die Schneefallgrenze ist am Montag bei 800 bis 1000 Metern, an Heiligabend steigt sie im Tagesverlauf auf 1600 bis 2000 Meter an. Die Chancen für weisse Weihnachten tendieren gegen 0, heisst es weiter.

Einzig in windgeschützten Alpentälern liegt gemäss Mitteilung die Schneefallgrenze etwas tiefer, Flocken bis in tiefe Lagen sind jedoch auch hier unwahrscheinlich. Mit Südwestwind ist es weiterhin mild, am Montag werden 6 bis 9 Grad erreicht, an Heiligabend 9 bis 12 Grad, im Jura und in der Nordwestschweiz sind dann sogar 13 bis 14 Grad möglich, schreibt Meteonews.

Warmer Weihnachtstag, nebliger Stephanstag

Am 25. Dezember lässt der Südwestwind laut Meteonews nach, nach Restwolken und im Nordosten letzten möglichen Schauern zeigt sich vermehrt auch die Sonne, in den westlichen Landesteilen wird es sogar ziemlich sonnig. Mit 7 bis 10 Grad bleibt es ziemlich mild.

Am Stephanstag ziehen Nebel oder tiefer Hochnebel über die Schweiz, ausserhalb und darüber soll es ziemlich sonnig werden, teilt Meteonews weiter mit. In den Nebelgebieten erreichen die Temperaturen laut Wetterdienst 4 bis 6 Grad, ausserhalb und darüber werde es milder mit 8 bis gut 10 Grad. Die Nullgradgrenze steige auf rund 2500 Meter an.

Sommerliches Tessin

Im Tessin herrscht gemäss Meteonews bereits am Sonntag leichte Nordföhntendenz vor. Entsprechend zeigt sich das Wetter von der zunehmend sonnigen Seite bei 11 bis 12 Grad. Am Montag werden bei viel Sonnenschein mit etwas Nordföhn sogar 13 bis 14 Grad erreicht. An Heiligabend schwächelt der Föhn vorübergehend, es bleibt jedoch freundlich und mild, heisst es weiter. Am Weihnachtstag wie auch am Stephanstag scheine meistens die Sonne bei 13 bis 14 respektive 10 bis 11 Grad.

Freitag, 20. Dezember - 19:22 Uhr

Entwarnung auf der Autobahn

(red) Wegen des Windes hat die Polizei die Geschwindigkeit auf den Streckenabschnitt zwischen St.Gallen und Rheineck sowie auf der A3 von Schänis bis Sargans während des Tages auf 60 Kilometer pro Stunde angepasst. Am Freitagabend gibt die Kantonspolizei St.Gallen wieder Entwarnung, schreibt «FM1Today». Auf den Autobahnen kann wieder in normalem Tempo gefahren werden.

Freitagnacht soll es nicht mehr stark winden, dafür folgen starke Niederschläge, im Flachland in Form von Regen, da es immer noch warm ist. Auch am Samstag und Sonntag soll es in der ganzen Ostschweiz und im Kanton Graubünden regnen.

Freitag, 20. Dezember - 18:25 Uhr

Ostschweizer Spitzenwert in Altenrhein

(pd/lim) Meteonews hat heute die stärksten Windböen gemessen und zusammengetragen. Hier die Übersicht:

In der Ostschweiz wurden die Spitzenwerte in Altenrhein (119 km/h), auf dem Säntis (114 km/h) und Bad Ragaz (110 km/h) gemessen. In St.Gallen wehte der Wind mit 85 km/h.

Freitag, 20. Dezember - 18:15 Uhr

Orkanböen bis 192 km/h gemessen

(pd/lim) Auf den Bergen, aber auch in den nördlichen Alpentälern wurden an diversen Stationen Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h registriert. Die höchste Geschwindigkeit von 192 km/h wurde auf dem Gütsch gemessen, der langjährige Rekord von 226 km/h aus dem Jahr 1983 wurde aber nicht erreicht, schreibt Meteonews in einer Mitteilung. Jungfraujoch und Titlis belegen auf der heutigen Hitliste mit rund 150 km/h Platz zwei und drei. Der Föhn breitete sich bis ins Flachland aus. Mit 19.7 Grad in Giswil wurde heute die 20 Grad Marke nur knapp verfehlt.

In der Westschweiz steht seit heute Morgen eine Kaltfront, diese wurde durch den Föhn vorerst zurückgehalten. Das Zusammenbrechen des Föhns gibt heute Abend den Weg in die östlichen Landesteile frei. Neben Regen und ab rund 1000 bis 1300 Metern Schnee, bringt sie auch einen starken Westwind. Im Flachland erreichen die Böen bis rund 50 km/h, an exponierten Stellen teils deutlich mehr. Am Bantiger wurden bereits 97 km/h, auf dem Uetliberg 84 km/h gemessen.

Wetterberuhigung am Samstag

In der kommenden Nacht ist es noch verbreitet nass und windig. Der Samstag bringt dann eine Wetterberuhigung, nach Restwolken und letzten Tropfen zeigt sich tagsüber zunehmend die Sonne.

Freitag, 20. Dezember - 16:52 Uhr

(lim) Der Schweiz steht ein stürmisches Wochenende bevor:

Freitag, 20. Dezember - 16:43 Uhr
Freitag, 20.Dezember - 16:00Uhr

Orkanartige Windböen verhindern Jungfernfahrt

Der neue Bergjet am Flumserberg. Wegen des Starkwindes findet die Jungfernfahrt nicht statt.

Der neue Bergjet am Flumserberg. Wegen des Starkwindes findet die Jungfernfahrt nicht statt.

pd

(bro) Am Wochenende wird die neue 8er-Gondelbahn am Flumserberg eröffnet. Mit der Jungfernfahrt des «Bergjet» hat es am Freitag allerdings nicht geklappt. Wegen der orkanartigen Windböen musste diese abgesagt werden, berichtet «FM1 Today».

Rund um den Flumserberg werden Windböen von bis zu 120 Stundenkilometer erwartet. Die Verantwortlichen der Bergbahnen Flumserberg entschieden deshalb, auf eine Gondelfahrt mit den Gästen zu verzichten.

Freitag, 20.Dezember - 15:30Uhr

Innert weniger Stunden kippen mehrere Anhänger

(pd/bro) Mittlerweile sind im Kanton St.Gallen auf der Autobahn und einer Nebenstrasse bereits sieben Anhänger wegen des starken Windes umgekippt, wie die St.Galler Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt.

Die erste Meldung erreichte die Kantonale Notrufzentrale um 6.50 Uhr. Auf der Autobahn A1 in Thal, Fahrtrichtung St.Gallen – Chur, kippte ein leerer Anhänger und kam quer auf der Fahrbahn zu liegen. Drei Stunden später ging die nächste Meldung eines umgekippten Anhängers auf der Autobahn A1 in Thal ein. Der Fahrer befand sich gerade auf der Höhe des Anschlusswerk Buriet in Richtung Chur, als sein leerer Anhänger von einer heftigen Sturmböe erfasst wurde. Um 10.30 Uhr kippte der nächste Anhänger auf der Autobahn in Thal, Fahrtrichtung Chur – St.Gallen. Ein weiterer kippte um 10.44 Uhr auf der Burietstrasse, ebenfalls in Thal.

Gegen 10.44 Uhr kippte auf der Burietstrasse in Thal ein weiterer Anhänger.

Gegen 10.44 Uhr kippte auf der Burietstrasse in Thal ein weiterer Anhänger.

(Bild: Kapo SG)

Am Mittag um 12.30 Uhr traf es den fünften Anhänger, welcher auf der Autobahn A1 von St.Gallen in Richtung Chur unterwegs war. Kurz vor der Auffahrt Flums liefen gemäss der St.Galler Kantonspolizei Öl und Diesel aus. Die Feuerwehr musste ausrücken und der Normalstreifen wurde gesperrt. Nur die Überholspur konnte befahren werden, es staute bis zu einer Stunde.

Beim Unfall in Flums befanden sich auf dem Anhänger ein landwirtschaftliches Gefährt. Aufgrund von auslaufendem Diesel musste daher die Feuerwehr aufgeboten werden.

Beim Unfall in Flums befanden sich auf dem Anhänger ein landwirtschaftliches Gefährt. Aufgrund von auslaufendem Diesel musste daher die Feuerwehr aufgeboten werden.

(Bild: Kapo SG)

Wegen Sturmschäden musste auch die Strasse zwischen Appenzell und Eichberg gesperrt werden. Autofahrer können via Altstätten und Oberriet ausweichen.

Freitag, 20. Dezember - 12:15 Uhr

(bro) Auf der Autobahn A1 in Richtung St.Margrethen zwischen der Verzweigung Meggenhus und St.Margrethen ist am Freitag Vorsicht geboten. Wegen Starkwind wurde die Geschwindigkeit vorübergehend auf 60 Stundenkilometer reduziert, wie die Kantonspolizei St.Gallen auf Twitter mitteilt. Die Temporeduktion werde voraussichtlich zwischen 17 Uhr und 18 Uhr aufgehoben.

Freitag, 20. Dezember 12:00 Uhr

(bro) «Am Freitagvormittag sind auf der Autobahn A1 wegen des Starkwindes drei Anhänger umgekippt», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage. Die Polizei empfiehlt, die Strecke wegen Starkwindes mit leeren Anhängern zu meiden. Schwerverletzte oder gröbere Schäden gab es laut Schneider bisher keine.

Auf einer Hauptstrasse in Thal ist es gemäss Schneider am Freitag wegen des starken Windes zu einem weiteren Unfall wegen eines umgeblasenen Anhängers gekommen. Auch hier blieben verheerende Folgen aus.

Freitag, 20. Dezember - 10:00 Uhr

(bro) Im Kanton St.Gallen ist es in der Nacht auf Freitag gemäss Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, zu mehreren Zwischenfällen wegen des Starkwindes gekommen. Die Polizei musste zwei Mal ausrücken. «In Schänis musste sie bei einer Baustelle eine umgekippte Absperrung und in Rheineck eine umgekippte Werbetafel wieder aufstellen.» In Altstätten sei es wegen eines umgeknickten Baumes zu einem Feuerwehreinsatz gekommen. Bei allen drei Zwischenfällen habe es keine gröberen Schäden gegeben.

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