Illkraftwerk nimmt die letzte Hürde

Baubeginn für das Wasserkraftwerk an der Mündung in den Rhein, das im Jahresschnitt Strom für 6300 Haushalte liefern soll, wird voraussichtlich im Herbst 2012 sein.

Gernot Grabher
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Feldkirch. Das Projekt der Stadtwerke Feldkirch, in der Ill unmittelbar vor der Mündung in den Rhein ein Wasserkraftwerk zu errichten, nahm nun die letzten Genehmigungshürden. Baubeginn für die Anlage wird voraussichtlich im Herbst 2012 sein. Nur noch die Fischer haben Bedenken gegen ein Einspannen der ohnedies ökologisch schon beeinträchtigten Fliessgewässer, in denen Fische kaum Lebensraum und Gelegenheit für eine natürliche Fortpflanzung finden. Den Vertretern der Stadtwerke Feldkirch bescheinigen Fischereiexperten, dass die Wanderwege, besonders der bedrohten Leitart Seeforelle, Berücksichtigung nach modernsten Gesichtspunkten fanden. Neben dem Hauptgerinne der Ill, das ein Betonwehr absperren wird, ist die Schaffung eines Umgehungsbaches geplant. Zwei weitere Fischleitern eröffnen Fischen den Weg aus dem Rhein nach oben.

Der Obmann des Fischereivereins Feldkirch, Heinz Gesson, hat vor allem Bedenken gegen die zu niedrig vorgeschriebene Wasserdotierung für die Aufstiegshilfen. Er verlangt mehr Durchflussmenge. Die Betreiber des Illkraftwerkes haben den Fischern versichert, zu Gesprächen über ökologische Detailverbesserungen bereit zu sein.

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