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Ostschweizer Querdenker: «Ich sage Roamingkosten den Kampf an»

Ein Erfinder und Querdenker will die Ostschweiz, Vorarlberg, Süddeutschland und das Fürstentum Liechtenstein näher zusammenbringen. Mit einer App will er Ausländern kostenloses Internet zur Verfügung stellen. Die Netzbetreiber sind skeptisch.
Raphael Rohner
Arturo Zaccheo will die Menschen in der Region zusammenbringen. (Bild: Urs Bucher)

Arturo Zaccheo will die Menschen in der Region zusammenbringen. (Bild: Urs Bucher)

«Wer hier rasch über die Grenze möchte, hat immer das Problem, dass er oder sie entweder kein oder nur sehr teures Internet hat», sagt der 46-jährige Arturo Zaccheo. Der aus Heiden stammende, mittlerweile im Vorarlbergischen lebende Erfinder glaubt die Lösung für viele Handynutzer in der Region zu haben: eine App.

«Die Idee kam mir auf dem Nachhauseweg»

«Die App hat die einfache Funktion, dass Leute untereinander Internet austauschen können», erklärt Zaccheo. Er wünscht sich, dass die Menschen einander helfen. So sollen Nutzer ihre Flatrate-Abos denen zur Verfügung stellen, die in der Nähe Internet benötigen. So soll es möglich sein, im Ausland Internet nutzen zu können, ohne teure Roamingkosten zu bekommen. Auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollen ihre Netze öffnen. Zaccheo ist überzeugt:

«So hat man immer überall einfach gutes Internet.»

Davon will er auch die Leute überzeugen und sucht Unterstützung für sein Projekt.

Zaccheo, der als Grafik-Designer beim St.Galler Tagblatt arbeitet, hat seine Idee beim Liechtensteiner Ideenkanal eingereicht. Dort werden die besten Ideen der Bürgerinnen und Bürger ausgearbeitet und dann zur Umsetzung gefördert. Die Stiftung dahinter begleitet schon im achten Durchgang Projekte. Dabei werden den Initianten Berater und Coaches zur Seite gestellt, welche bei der Ausarbeitung helfen sollen. Ein Teil davon ist auch das Crowdfounding.

«Die Menschen sollen näher zusammenrücken»

Die Idee hatte Zaccheo auf dem Heimweg:

«Ich fahre jeden Tag über die Grenze und es stört mich, dass es keine einfache Lösung gibt.»

Darum glaubt er daran, dass erst die Rheintaler mit den Vorarlbergern zusammenrücken und dann die ganze Welt das Internet teilt. «Wir sollten unser Leben über die Grenzen hinaus verbessern und näher zusammenrücken», so Zaccheo.

Swisscom ist skeptisch

Bei der Swisscom ist man skeptisch gegenüber der Idee des Ostschweizers: «Wir stellen uns die Umsetzung schwierig vor, da bei der Nutzung jeweils ein Hotspot in der Nähe sein müsste», hiess es auf Anfrage beim Mediensprecher der Swisscom, Armin Schädeli.

«Zudem ist die Nutzung des Mobilfunkabonnements nur für den Eigengebrauch bestimmt.»

Zaccheo will sich davon nicht beirren lassen: «Ich bin überzeugt, dass es trotzdem geht und wir den Leuten etwas Nützliches für den Alltag entwickeln können. Innovationen entstehen dort, wo man für die Visionen mit Leidenschaft brennt.»

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