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«Ich bin ein offener Mensch und kein Nazi»: St.Galler Kantonsrätin nimmt Stellung zu ihrem Facebook-Kommentar

Kantonsrätin Carmen Bruss hinterliess unter dem Bild eines SBB-Doppelstöckers mit Anti-SVP-Parole einen Facebook-Kommentar, der für Kritik sorgte. Nun erklärt sie, wie ihre Äusserung gemeint war.
Natascha Arsic
SVP-Kantonsrätin Carmen Bruss. (Bild: Max Tinner)

SVP-Kantonsrätin Carmen Bruss. (Bild: Max Tinner)

Die SVP Stadt St.Gallen hat auf ihrer Facebook-Seite das Bild eines SBB-Doppelstöckers mit einer Anti-SVP-Parole auf Facebook hochgeladen. Unbekannte haben den Spruch «Zu viel Sonne macht braun» neben einem SVP-Sünneli auf den Zug gesprayt. Kantonsrätin Carmen Bruss stiess das sauer auf. Unter dem Bild hinterliess sie deshalb den Kommentar: «Danke für die Gratiswerbung – war sicher nicht billig – braun ist in – Braune sind willkommen.»

Mittlerweile wurde der Kommentar entfernt. Womöglich von der SVP Stadt St.Gallen selbst, denn Bruss hat nichts geändert, wie sie selbst sagt. Angesprochen auf ihre Äusserung sagt die Kantonsrätin:

«Ich bin ein toleranter, offener Mensch und ganz sicher kein Nazi.»

Aussage war auf das Wetter bezogen

Die Worte für den Kommentar seien unglücklich gewählt gewesen. Auf ihrer eigenen Facebook-Seite habe sie das Bild ebenfalls gepostet und besser ausgedrückt, was sie eigentlich hatte sagen wollen. «Es war ein heisser Tag, die Sonne schien und dann gehen sich ja alle bräunen, um braun zu werden», sagt Bruss. Passend zum Wetter sei neben dem Spruch ja zusätzlich noch das SVP-Sünneli zu sehen.

Die Kantonsrätin findet es bedauernswert, dass Mitglieder der SVP und alle Heimatliebenden in die braune Ecke gedrängt werden.

«Ich empfinde es auch als Hetzerei, dass wir als ‹Braune› bezeichnet werden.»

«Früher hat man auch ‹Mohrenkopf› gesagt, das war ganz normal.» Heutzutage müsse man seine Worte aber stets sehr genau bedenken. «Ich bin keine Rassistin, ich habe in der Tat sehr gerne Kontakt mit Migranten.» Die SVP sei eine Partei, die zu ihren Werten stehe, wie andere auch.

Bedenklich findet es die Kantonsrätin, dass die SBB den Doppelstöcker über mehrere Tage so liessen und nicht aus dem Verkehr gezogen haben. «Wenn andere Sachen auf Züge gesprayt werden, wird dies normalerweise sehr schnell entfernt.» Konsequenzen werde der Kommentar für Bruss keine haben. «Die Parteileitung hat mit mir das Gespräch gesucht und wir haben die Sache gemeinsam geklärt.»

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