Hundeverbot war übertrieben: Kanton pfeift Gemeinde Schmerikon zurück

Über 20 Hundehalter haben sich gegen ein Hundeverbot im Aabachdelta gewehrt - mit Erfolg: Das Gesundheitsdepartement hat die Massnahme nun zu einer Leinenpflicht abgeändert.

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Wenn Fifi an die Leine muss: Vielerorts herrscht Leinenpflicht für Hunde. (Bild: Keystone)

Wenn Fifi an die Leine muss: Vielerorts herrscht Leinenpflicht für Hunde. (Bild: Keystone)

(pd/red.) Im vergangenen Oktober hat die Gemeinde Schmerikon im Aabachdelta und entlang der Zugangswege auf beiden Seiten ein Hundeverbot verfügt. Dies, um die Natur rund um das Aabachdelta besser zu schützen. Dagegen reichten 23 Hundehalter aus Schmerikon sowie zwei Personen aus einer Nachbargemeinde Rekurs beim Gesundheitsdepartement ein.

Das Gesundheitsdepartement hat das Hundeverbot nun aufgehoben und durch eine Leinenpflicht ersetzt. In seinem Entscheid kam es zum Schluss, dass das verfügte Hundeverbot unverhältnismässig sei. Dies, da mit einem Verbot der beabsichtigte Schutz der Natur einseitig zulasten der Hundehaltenden verwirklicht würde.

Als mildere Massnahme wurde anstelle des Hundeverbots eine Leinenpflicht angeordnet - Hunde sind im entsprechenden Gebiet an der kurzen Leine zu halten. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig und kann innert 14 Tagen ans Verwaltungsgericht weitergezogen werden.