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HSG-Vorfälle: Ostschweizer Parteien werfen Fragen zur Corporate Governance auf

Für die St.Galler SP ist es ein «untaugliches Instrument»: das Konzept der «Public Corporate Governance». Dies habe die Spitaldebatte deutlich gemacht. Statt Lösungen erzeuge es «Verunsicherung, Chaos und Mehrkosten».
Regula Weik
Die Unruhen um die HSG nehmen kein Ende. (Symbolbild: Urs Bucher)

Die Unruhen um die HSG nehmen kein Ende. (Symbolbild: Urs Bucher)

«Den Propheten der Public Corporate Governance geht es vor allem darum, den Einfluss und die Kontrolle der Öffentlichzeit zurückzudrängen, einen Vorrang der wirtschaftlichen Optik zu etablieren und die politischen Entscheidungsträger aus der strategischen Leitung zu entfernen», schreibt Max Lemmenmeier im aktuellen «Links», der Parteipublikation der Sozialdemokraten.

Auch CVP zweifelt an Corporate Governance

Der Präsident der St.Galler SP kritisiert darüber hinaus die damit verbundenen finanziellen Auswüchse. «Der Aufwand für die Gremien wie Universitätsrat, Verwaltungsrat der Spitalverbunde, Rat der Pädagogischen Hochschule hat sich mit der Neuorganisation mehr als verdoppelt – rund auf 1,6 Millionen Franken», so Lemmenmeier, und weiter: «Die Mitglieder lassen sich ihre Lobbyarbeit fürstlich mit Steuergeldern honorieren.»

Nach der Serie fragwürdiger Nebentätigkeiten und Spesenabrechnungen von Professoren der Universität St.Gallen kommen auch bei anderen Parteien Zweifel an Führung und Organisation der HSG auf. Die Vorkommnisse würden grundsätzliche Fragen aufwerfen, hält etwa die CVP fest. «Durch die neusten Ereignisse kommen berechtigterweise Zweifel an der Corporate Governance auf», schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. «Der Kanton muss sich aktiv dieses Themas annehmen», fordert die Partei.

Auswirkungen auf
 Erweiterungsprojekt?

Auch im gestrigen gemeinsamen Vorstoss dreier Kantonsratsfraktionen werden Fragen zur Corporate Governance der Universität St.Gallen aufgeworfen. Die Vertreterinnen und Vertreter von CVP, FDP, Grünen, Grünliberalen und SP wollen von der Regierung wissen, ob sie dabei einen «unmittelbaren Handlungsbedarf» sieht.

Unmissverständlich machen die drei Fraktionen klar: Sie wünschen eine externe, unabhängige Überprüfung der Universität – insbesondere der Nebenbeschäftigungen, Spesenregelungen, internen Kontrolle. Der Reputationsschaden für die HSG sei erheblich – und dies just bevor das Kantonsparlament und die Bevölkerung über das Millionenprojekt zur Erweiterung der Universität abstimmen sollen.

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