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HSG soll unabhängiger werden

Ein mehrjähriger Leistungsauftrag mit Globalbudget soll die Universität St. Gallen aus dem Hickhack rund um die jährlichen Sparübungen herausführen und Planungssicherheit schaffen. Eingeführt wird er frühestens 2015.
Christoph Zweili
7700 Studenten haben sich fürs Herbstsemester an der HSG eingeschrieben. Im Jahr 2020 könnten es 8000 bis 9000 sein. (Bild: Urs Bucher)

7700 Studenten haben sich fürs Herbstsemester an der HSG eingeschrieben. Im Jahr 2020 könnten es 8000 bis 9000 sein. (Bild: Urs Bucher)

ST. GALLEN. 2012 protestierten HSG-Studenten mit Flashmobs auf der Strasse gegen höhere Studiengelder: Auch die Universität St. Gallen hat mit jährlich über neun Millionen Franken gegenüber dem eigenen Finanzplan ihren Beitrag zu den Sparpaketen I und II geleistet. Mit dem dritten Paket im laufenden Jahr wird in den Jahren 2014/2015 der Staatsbeitrag um je zwei Millionen, 2016 dann um 3,5 Millionen Franken pauschal gekürzt – die Lücken werden durch Reservebezüge gedeckt, «doch das geht nicht ewig», sagt HSG-Direktor Thomas Bieger.

Botschaft 2014 zu erwarten

Um den ganzen tertiären Bildungsbereich im Kanton St. Gallen «zukunftsfähig zu finanzieren», sollen die Hochschulen (HSG, Pädagogische Hochschule und Fachhochschulen) nun spätestens ab 2016 mehr finanzielle Autonomie erhalten. Die St. Galler Regierung will 2014 dem Kantonsrat Botschaft und Entwurf für eine Änderung des Universitätsgesetzes vorlegen. Damit würden ab 2015 drei- bis vierjährige Leistungsvereinbarungen eingeführt, die die Staatsbeiträge verbindlich regeln.

«So kann die HSG künftig verstärkt unternehmerisch handeln», sagt Bieger, der diesen Schritt begrüsst. «Im Prinzip wird damit das Erfolgsmodell der 30 Forschungsstellen und -institute auf die ganze Universität übertragen.» Heute wird die Hälfte des konsolidierten Aufwands von 208,3 Millionen Franken an der HSG durch Beiträge der öffentlichen Hand gedeckt. «Wir sind auch künftig auf diese Grundfinanzierung von 40 bis 50 Prozent angewiesen», sagt Rektor Bieger. «Die geplante finanzielle Autonomie ist also kein Schritt in die Selbständigkeit – die Kantonsbeiträge geben uns aber die Freiheit, auch mal eine strategische Partnerschaft beenden zu können.»

Solche Partnerschaften mit mindestens drei Jahren Dauer ging die HSG bisher mit SAP, Audi, SBB, BMW, Bosch und Hilti ein, wie Prorektor Torsten Tomczak gestern ausführte. Das gemeinsame Ziel von Universität und Partner ist die Generierung von neuem Wissen, das in Fachmagazinen publiziert wird (Grundlagenforschung) oder in praxisnahe Lösungen mündet (Transferforschung). Die HSG hat laut Rankings das Ziel erreicht, eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas zu sein, jetzt will sie bis 2020 in einigen Bereichen zum «global anerkannten Denkplatz» werden.

Keine Abstriche machen wollen Universität und Universitätsrat an der Realisierung der «Vision 2020». Der Campus ist baulich auf 5500 Studierende ausgerichtet, eingeschrieben sind derzeit 7300 Studenten – mit Beginn des Herbstsemesters werden es wohl 7500 sein, die dank Provisorien untergebracht werden können. Pro Student stehen 2,2 Quadratmeter Lehr- und Lernraum zur Verfügung – zu wenig im Vergleich mit anderen Universitäten und Fachhochschulen.

Unterwegs zum «Campus 2022»

«Das Bau- und das Bildungsdepartement evaluieren derzeit zusammen mit der Stadt St. Gallen Standorte für einen «Campus 2022» – alle erreichbar innerhalb eines «15-Minuten-Perimeters». «Auf dem HSG-Gelände bewegen sich heute total 10 000 Personen», sagt Stefan Kölliker, Präsident des Universitätsrats. «Bis 2020 wird allein die Zahl der Studenten auf 8000 bis 9000 anwachsen.» Für den Neubau hat die St. Galler Regierung im Investitionsprogramm über 100 Millionen Franken eingestellt. «Die Zeit drängt», sagt Thomas Bieger.

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