HOTELPROJEKT: Hess darf Parzelle kaufen

Romanshorn verkauft Hermann Hess Land an der Hafenpromenade. Ein erster Schritt für sein Hotelprojekt ist getan.

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Hermann Hess strahlte, als er sich auf der Hafenpromenade den Medien stellte. Die Stimmbürger haben sich mit einem Ja-Stimmenanteil von 63 Prozent bei einer Stimmbeteiligung von 51 Prozent bereit erklärt, ihm 3900 Quadratmeter Land für rund 2 Millionen Franken zu verkaufen, damit er dort das grösste Hotel im Thurgau mit mindestens 100 Zimmern bauen kann. «Ich bin den Romanshornern sehr dankbar für das Vertrauen, das sie mir entgegenbringen.»

Ein eigentliches Projekt gibt es noch nicht. Hess muss es jetzt im Rahmen eines Gestaltungsplans entwickeln. Wie viel Zeit dieser Prozess in Anspruch nimmt, könne er nicht sagen. Für Hess lautet die zentrale Frage: Soll die Zukunft von Romanshorn gestaltet werden, oder geht es darum, die Vergangenheit des ehemaligen Bähnlerdorfes zu verwalten? Damit spielte er auf das geschützte Ortsbild von Romanshorn an. Gemäss einem Gutachten der eidgenössischen Denkmalpflege und dem eidgenössischen Natur- und Heimatschutz aus dem Jahr 1989 sind den baulichen Entwicklungen auf dem ehemaligen Güterschuppenareal sehr enge Grenzen gesetzt. Also dort, wo er seine Pläne verwirk­lichen will: Ein Hotel in dieser Grösse sahen die Experten vor ­ 20 Jahren ganz klar nicht.

Zumindest muss Hess nicht befürchten, dass ihm die IG Hafen Knüppel zwischen die Beine werfen wird. Die Vereinigung hatte den Landverkauf bekämpft, weil das geplante Hotel nur ­realisiert werden könne, wenn alle baurechtlichen Vorschriften missachtet würden. Sie akzeptiere den Entscheid aber. Erfreut über das gestrige Resultat zeigte sich das Ja-­Komitee: Der Entscheid sei «eine grosse Chance für Romanshorn». (mso)