Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Hotel lädt Sektenführer aus

Der Toggenburger Prediger Werner Arn ist von einem Luzerner Hotel kurzfristig ausgeladen worden. Arn wollte dort Referate halten. Das Hotel will Arns Christlichen Informationsdienst nicht im Haus haben.

WATTWIL/LUZERN. Werner Arn wird heute und morgen nicht in Luzern predigen. Der Toggenburger Gründer und Kopf des Christlichen Informationsdienstes (CID) ist von einem Luzerner Hotel wieder ausgeladen worden. Der Führung des Hotels war klar geworden, wen sie mit Arn ins Haus geholt hatten, wie «20 Minuten» berichtete.

Hotel sieht sich getäuscht

«Die Werte von Werner Arn können wir nicht vertreten. Wir wollen seinen Christlichen Informationsdienst deshalb nicht bei uns im Haus haben», wird Patric Graber, Direktor des Hotels Waldstätterhof in Luzern, zitiert. Arn habe im Hotel einen Saal gebucht. Die Einladungen seien bereits gedruckt und an Luzerner Haushalte verteilt worden.

Körperstrafen für Kinder

Die Reservation im «Waldstätterhof» habe ein «Bibelkreis» vorgenommen, die Hoteldirektion sehe sich deshalb getäuscht. Arn habe den Vorwurf zurückgewiesen. «Wenn ich sage, wir vertreten die Botschaft der Bibel, dann habe ich die Wahrheit gesagt. Das ist die Auffassung Gottes», wird er zitiert.

Werner Arn zählt zu den radikalsten christlichen Predigern der Schweiz. Arn verfügt weder über eine theologische Ausbildung noch hat er eine Bibelschule besucht. Sein Christlicher Informationsdienst wird von Experten eindeutig als Sekte eingestuft. Laut Arns Lehre sind die offizielle Landeskirche eine Sekte, Homosexualität eine Sünde und Körperstrafen für Kinder in Ordnung. Zudem seien alle Kirchen und Freikirchen von der biblischen Lehre abgefallen und unterwandert. Freikirchen werfen Arn vor, regelmässig Mitglieder und ganze Hauskreise abzuwerben.

Mehrere Immobilien

Der ehemalige Volksschullehrer führt in Wattwil mehrere Liegenschaften. Neben dem seit 1988 betriebenen Altersheim Adullam zählt das Restaurant Traube in Ebnat-Kappel seit Juni 2004 zu Arns Immobilienportfolio. Die Gaststätte soll nach konsequent christlichen Grundsätzen geführt werden, unter anderem gilt ein strenges Tanz- und Alkoholverbot.

Arn nimmt nach eigenen Angaben nur Spenden an. Er bestreitet vehement, von seinen Anhängern ein Zehntel ihres Bruttoeinkommens zu verlangen. Es liegen jedoch zahlreiche Berichte von Aussenstehenden und Besuchern bei «Adullam» und auf Veranstaltungen vor, wonach Arn den «Zehnten» dennoch einfordert. (ar)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.