HORN: Strafuntersuchung gegen Ex-Feuerwehrkommandant

Der Horner Ex-Feuerwehrkommandant hat unrechtmässig Sold und Benzin bezogen. Nun hat die Thurgauer Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen ihn eröffnet.

Maria Kobler-Wyer
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Der Ex-Feuerwehrkommandant hat unrechtmässig Sold und Benzin bezogen. (Bild: Keystone/Symbol)

Der Ex-Feuerwehrkommandant hat unrechtmässig Sold und Benzin bezogen. (Bild: Keystone/Symbol)

Im März hat die Gemeinde Horn ihren damaligen Feuerwehrkommandanten nach 15 Jahren per sofort freigestellt. Er hatte sich unrechtmässig Sold ausbezahlt, und auch erhöhte Treibstoffkosten waren ans Licht gekommen. Die Gemeinde verzichtete auf eine Anzeige. In der Folge hat die Polizei ermittelt, was genau passiert war.

Die polizeilichen Ergebnisse liegen nun vor. «Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen Verdachts auf Betrug, ungetreuer Geschäftsbesorgung und eventuell ungetreuer Amtsführung eröffnet», sagt Stefan Haffter, Mediensprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft. «Bis das Verfahren abgeschlossen ist, gilt aber weiterhin die Unschuldsvermutung.»

Ob Anzeigen von Bürgern eingegangen sind und über die Höhe der veruntreuten Summe gibt Haffter mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Auskunft. Der Horner Gemeindepräsident Thomas Fehr will sich auf Anfrage nicht zu der Strafuntersuchung äussern.

Der Ex-Feuerwehrkommandant hat zugegeben, ungerechtfertigt Benzin- und Soldbezüge getätigt zu haben. Weil er sich «in aller Form sowie mit grosser Reue für diese in der Not erfolgten Verfehlungen» entschuldigt und eine Rückzahlung vereinbart hatte, teilte die Gemeinde damals mit, sie verzichte auf rechtliche Schritte. Der Verzicht auf eine Anzeige führte zu Unmut in der Bevölkerung. Eine Anzeige käme für Thomas Fehr aber auch nach heutigem Kenntnisstand nicht in Frage. Er sagt: «Das Feedback war gut. Wir würden wieder gleich handeln.»