«Holzchopf» für Kastanienretter aus dem Murgtal

WIL. Die am Freitag in der Schreinerei Fust AG in Wil vergebene Auszeichnung «St. Galler Holzchopf 2013» geht an Josef Kühne, Revierförster in Murg. Mit dem Preis ehrt die Lignum Holzkette St. Gallen Personen, die sich durch ihr Engagement für das St. Galler Holz verdient gemacht haben.

Merken
Drucken
Teilen

Die Edelkastanie – auch in Teilen des Kantons St. Gallen ein einheimischer Baum – war Ende der 80er-Jahre von einer Krankheit stark bedroht.

Im Murgtal, wo es die grössten Bestände gibt, ist es gelungen, die Edelkastanie vor dem Aussterben zu retten, Neupflanzungen zu machen und ein neues Bewusstsein zu schaffen. Die treibende Kraft dahinter ist Josef Kühne, wie es im gestrigen Communiqué heisst. Ihm sei es gelungen, die Bevölkerung für die Pflege und Förderung dieses Baumes zu gewinnen.

Für sein Lebenswerk geehrt wurde der Rheintaler Walter Graber. Ob Bau- oder Energieholz: Es sei Graber stets gelungen, Brücken zu bauen für das einheimische Holz und Vertreter unterschiedlichster politischer und wirtschaftlicher Lager an einen Tisch zu bringen.

Als Bauherr ausgezeichnet wurde der St. Galler Kantonsbaumeister Werner Binotto. Unter seiner Leitung seien zahlreiche Bauten realisiert worden, «welche hohe holzbauerische Qualitäten von der Tragstruktur bis hin zu den Schreinerarbeiten aufweisen».

Geehrt in der Kategorie Jugend wurde Prisco Egli aus Jonschwil, der seine bisherige Laufbahn mit einer Goldmedaille an den Berufsweltmeisterschaften in Leipzig gekrönt hat. Der Preis «Kultur und Handwerk» geht an den Zimmermann Alois Kühne, Lichtensteig, der bei Umbauten von historischen Gebäuden einen hervorragenden Ruf geniesse. Konrad Merz aus Altenrhein wurde für seine international ausgezeichneten Holzbauprojekte geehrt. (red.)