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Hoher Besuch auf der Insel Mainau: Eine Brezel für Königin Silvia von Schweden

Am Dienstag besucht Ihre Majestät Silvia von Schweden die Stadt Konstanz und die Insel Mainau. Dabei soll es auch zu Begegnungen mit der Bevölkerung kommen. Wir waren dabei.
Ida Sandl
Bild: Raphael RohnerBild: Raphael Rohner
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8 Bilder

Die schönsten Bilder vom Besuch von Königin Silvia von Schweden in Konstanz

Königin Silvias grösster Fan wartet seit vier Stunden: Ingeborg Vordermaier ist extra aus Fürstenfeldbruck bei München angereist, um die schwedische Königin zu sehen. Mit einer Riesenbrezel steht sie an der Absperrung im Hof des Mainau-Schlosses. Der rote Teppich liegt bereit, Inselmitarbeiter verteilen blau-gelbe Fähnchen mit der schwedischen Flagge und dunkelgrüne mit dem Mainau-Signet. Gut 500 Menschen warten auf Ihre Majestät.

Die Krönung eines Mainau-Besuchs

Königin Silvia von Schweden ist zu Besuch am Bodensee. (Bild: KEY/Hendrik Schmidt)

Königin Silvia von Schweden ist zu Besuch am Bodensee. (Bild: KEY/Hendrik Schmidt)

Vielleicht liegt es am schönen Wetter oder Königin Silvia hat in den vergangenen beiden Jahren Sympathiepunkte gesammelt. Bei ihrem letzten Besuch auf der Mainau seien jedenfalls nicht so viele Menschen dagewesen, sagt ein Angestellter. Die schwedische Königin ist gekommen, um das Jubiläum ihrer Mentor-Stiftung zu feiern. Vor 25 Jahren hat Silvia von Schweden mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Stiftung für Jugendliche ins Leben gerufen. Das Ziel: Mentoren begleiten Jugendliche aus allen sozialen Schichten durch die Zeit der Pubertät und helfen ihnen dabei.

Von denen, die Königin Silvia sehen wollen, wissen die meisten nichts von der Stiftung. Manche sind zufällig hier, weil sie gerade auf der Mainau sind, wie Marlies Berger aus Sennwal oder Johanna Brinkmann aus Stockach. Sie sagt:

«Ich verehre die Silvia schon lange.»

Von einem Selfie wagt sie zwar nicht zu träumen. Wenn sie Ihrer Majestät aber nahe genug kommen sollte, dann würde sie ihr auf jeden Fall viel Glück wünschen.

Königin Silvia von Schweden wird auf dem Schlosshof erwartet. (Bild: Raphael Rohner)

Königin Silvia von Schweden wird auf dem Schlosshof erwartet. (Bild: Raphael Rohner)

Die Liebesgeschichte der Hostess Silvia Sommerlath, die den König von Schweden geheiratet hat, bewegt die Menschen noch immer. Sie verfolge das ­Leben von Königin Silvia, sagt Wilma Lang aus Meersburg. Schliesslich seien sie beide gleich alt: 75 Jahre.

Schwarze Hosen trotz Hitze

Geduldig harren die Menschen in der prallen Sonne aus. Handys und Kameras gezückt. Viele Schweden-Fähnchen flattern, als der schwarze Audi in den Schlosshof einbiegt. Hier wartet schon der Schlossherr, Graf Björn Bernadotte. Seine Schwester, Gräfin Bettina, steigt mit der Königin aus der Limousine. Gräfin Bettina ist die Vorsitzende der Mentor-Stiftung in Deutschland. Königin Silvia trägt trotz der Hitze schwarze lange Hosen und darüber einen blaugemusterten Mantel. Die Frisur sitzt akkurat. Und ein bisschen ist es, als sei die Zeit stehen geblieben.

Die schwedische Regentin sieht genauso aus, wie sie seit Jahren von unzähligen Fotos strahlt.

Sie geht sofort auf die Menschen zu, schüttelt Hände, winkt. Ein Junge drückt ihr einen Strauss mit Hortensien in die Hand, ein Mädchen überreicht ihr eine Zeichnung, die Königin Silvia darstellen soll. Einer Frau im Rollstuhl drückt sie die Hand, wechselt ein paar Worte mit ihr. Nach der Begegnung ist die Frau den Tränen nahe.

Auch die Journalistenfront schreitet die Königin langsam ab, bleibt stehen, lächelt für Fotos .Dass es keine Interviews geben werde, hat die Pressestelle schon vorher klargemacht. Fragen im Vorbeigehen beantwortet die Königin dann aber doch. Dass die Bernadottes für sie Freunde seien, sagt sie. Und ja, der Empfang sei sehr herzlich gewesen.

Dinner mit Grössen aus Politik und Wirtschaft

Gute 20 Minuten dauert das Bad in der Menge. Dann ist die Königin samt der gräflichen Familie im Schloss verschwunden. Am Abend gibt es noch ein Dinner mit Ihrer Majestät und 70 geladenen Gästen. Unter ihnen
der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretsch­mann, der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt, Wirtschaftsadel wie Moritz Ritter, dessen Firma die Ritter-Sport-Schokolade herstellt. Auch Schauspieler Oliver Wnuk, bekannt als Tatort-Kommissar, gehört zu den Gästen der illustren Tafelrunde. Er ist ein Freund der Bernadottes.

Glücklich ist am Ende des Hohen Besuches auch die Bayerin Ingeborg Vordermaier. Sie kann ihre Riesenbrezel überreichen. «Wie haben sie gewusst, dass ich Brezeln so gern mag?», habe Königin Silvia sie gefragt, erzählt sie nach dem Treffen. Und als Gräfin Bettina gemeint habe, die Brezel essen wir nachher, habe die Königin gesagt: «Nein, die esse ich allein.»

Das sagten die Zuschauer:

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