Höhere Entschädigungen für Thurgauer Amtsärzte

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Gesundheitswesen Die Thurgauer Regierung hat Massnahmen getroffen, um die angespannte personelle Situation bei den Amtsärzten zu entschärfen. Die Arbeit der Amtsärztinnen und Amtsärzte sei insbesondere bei der Abklärung von aussergewöhnlichen Todesfällen wichtig, heisst es in der Mitteilung der Thur­gauer Staatskanzlei. Die Amtsärzte unterstützen dabei die Staatsanwaltschaft. Die Aufgabe wird im Milizsystem von erfahrenen, praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzten geleistet. Die Einsätze seien kaum planbar und fänden oft in der Nacht oder am Wochenende statt. Die Attraktivität der Arbeitsbedingungen, die Belastung durch den Pikettdienst und die Abgeltung der ­Einsätze seien wesentliche Elemente für die Rekrutierung im Amtsarztbereich. Durch verschiedene Rücktritte, die teil­weise mit den unbefriedigenden Arbeitsbedingungen begründet wurden, habe sich die Personalsituation in jüngster Zeit verschärft.

Nun hat der Regierungsrat unter anderem eine separate Abgeltung der Pikettdienste während der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen beschlossen. Zudem werden die Dienstkreise für die Nacht und die Wochenenden auf zwei Kantonshälften erweitert. Damit wird die Dienstlast in dieser Zeit halbiert. Mit diesen Neuerungen, die auf den 1. April in Kraft treten, erhöhen sich die jährlichen Kosten des Amtsarztdienstes um rund 120 000 Franken. (sda)