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Hochwasserwarnung für die Thur im ganzen Kanton Thurgau – Badi Weinfelden schliesst die Tore

Die Thur führt nach den starken Niederschlägen viel Wasser, so dass für den ganzen Thurabschnitt im Kanton Thurgau eine Hochwasserwarnung herausgegeben wurde. Das Freibad Weinfelden hat den ganzen Tag geschlossen.

David Grob und Enrico Kampmann
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Die Hochwasserwarnung gilt für den gesamten Thurabschnitt im Kanton Thurgau.

Die Hochwasserwarnung gilt für den gesamten Thurabschnitt im Kanton Thurgau.

Screenshot: alert.swiss.ch

Nach den starken Niederschlägen in den vergangenen Stunden führt die Thur Hochwasser. Aus diesem Grund wurde für die Thur im Kanton Thurgau eine Hochwasserwarnung herausgegeben, wie Alert-Swiss, der Warnwebsite und -app des Bundes, zu entnehmen ist. Das Freibad in Weinfelden hat aufgrund der Hochwassergefahr am 4. August den ganzen Tag geschlossen.

Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, bestätigt auf Anfrage, die Warnung gelte für den ganzen Thurabschnitt im Kanton Thurgau. Es sei deshalb ratsam, den Uferbereich zu meiden und das betroffene Gebiet zu verlassen. «Es gibt starke Strömungen», sagt Graf. An manchen Stellen sei die Thur über ihre Ufer geflossen.

Leservideo aus Bütschwil von Walter Baumann:

Das automatisierte Warnsystem der Polizei hat in der Nacht auf den 4. August aufgrund des hohen Wasserpegels in der Thur Alarm geschlagen. Daraufhin ist die Feuerwehr ausgerückt, um sicherzustellen, dass sich im Uferbereich keine Menschen oder Tiere in Not befanden.

Der Höhepunkt des Hochwassers war laut hydrologischen Daten des Bundesamts für Umwelt heute gegen 11 Uhr Vormittag.

Kein aussergewöhnlich starkes Hochwasser

Es handle sich dabei allerdings nicht um ein aussergewöhnlich starkes Hochwasser, sagt Tim Wepf, Leiter Wasserbau und Hydrometrie beim Amt für Umwelt (AfU). Das Wasser sei nur an einigen Stellen knapp ins Vorland vorgedrungen.

Bei der Messstation des AfU in Halden werde ein Abflussvolumen von knapp über 600 Kubikmetern pro Sekunde gemessen. Das entspreche der Gefahrenstufe zwei von fünf. «So etwas passiert mehrmals im Jahr», sagt Wepf. «Es besteht keine grössere Gefahr für das weitere Umfeld der Thur.»

16 Bilder
Die Thur tritt über die Ufer.

Bild: Reto Martin
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