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Hochdeutsch im Chindsgi

ST.GALLEN. Reden, wie der Schnabel gewachsen ist: Die Forderung, dass in Kindergärten nur noch Mundart gesprochen wird, stösst in der Ostschweiz auf wenig Verständnis.
Noemi Heule
Spielerisch sollen die Kindergärtner ans Hochdeutsche herangeführt werden. (Bild: ky)

Spielerisch sollen die Kindergärtner ans Hochdeutsche herangeführt werden. (Bild: ky)

Österreichische Politiker fürchten um den Verlust ihrer Mundart. Sie fordern, dass österreichische Lehrer künftig Dialektwörter lehren. Die Idee, Mundart in Kindergarten und Volksschule zu fördern, findet auch in der Schweiz Sympathisanten: Vor drei Wochen nahmen die Aargauer eine Initiative an, die verlangt, dass im Kindergarten ausschliesslich schweizerdeutsch gesprochen wird. Die Zürcher stimmten diesem Anliegen bereits vor drei Jahren zu.

In St.Gallen stösst das Begehren derweil auf wenig Verständnis. «Die heutige Lösung, Kindergärtner langsam ans Hochdeutsche heranzuführen, hat sich bewährt», sagt Erwin Beck, Rektor der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Daneben soll Mundart als Umgangssprache gepflegt werden. Auch Rolf Rimensberger, Leiter des Amtes für Volksschule, will weiterhin am zweisprachigen Chindsgi festhalten.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 11. Juni.

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