Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Vermehrte Einsätze während Hitzetagen: Selbst in der Badi muss die Thurgauer Polizei noch schlichten

Die heissen Temperaturen steigen den Menschen in den Kopf, so scheint es. Bei der Kantonspolizei Thurgau gingen jedenfalls in den vergangenen Tagen mehr Notrufe ein.
Ida Sandl
So hoch wie am Lido di Lugano steigen die Temperaturen in der Ostschweiz zwar noch nicht, aber die Hitze brütet auch hier. (KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)

So hoch wie am Lido di Lugano steigen die Temperaturen in der Ostschweiz zwar noch nicht, aber die Hitze brütet auch hier. (KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)

Gefühlte 40 Grad, das Hirn kocht und das Blut ist in Wallung. Endlich Sommer – ist ja schön – aber muss es gleich so extrem werden? Die Hitzewelle heizt dem Thurgau ein und weckt Seiten in uns, die bei 20 Grad im Schatten eher verborgen bleiben. Manchmal wäre das auch gut so.

Mann bedrohte Partnerin mit Waffe

Die Menschen sind reizbarer und unkonzentrierter, das bekommt in dieser Woche vor allem die Kantonspolizei Thurgau zu spüren. Mediensprecher Matthias Graf sagt:

«Wir hatten in den vergangenen Tagen mehr Einsätze als normalerweise.»

Zum Glück geht es dabei nicht immer so dramatisch zu, wie in Amriswil die Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Da hat ein 34-jähriger Mann seine Partnerin mit einer Faustfeuerwaffe bedroht. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Der Vorfall endete zum Glück unblutig. Die Einsatzkräfte brachten den Mann dazu, sich zu ergeben. Er wurde verhaftet.

Unfälle und Streitereien

Meist seien es harmlosere Vorfälle, zu denen die Ordnungshüter gerufen werden. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist etwa gestiegen. Häufig handelt es sich um Blechschäden, ohne Verletzte. Die Polizisten müssen in diesen Tagen vermehrt Streitigkeiten schlichten.

Auf Parkplätzen zum Beispiel, weil es gekracht hat oder fast gekracht hätte. Sogar in die Badi wurde die Polizei schon gerufen, weil zwei Streithähne sich nicht einigen konnten. Dabei müssten gerade hier genug Möglichkeiten zur Abkühlung vorhanden sein, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Wenn die Funkgeräte heiss laufen, können die Polizisten nicht überall gleichzeitig sein. Wohin zuerst, ist nicht immer einfach zu entscheiden. Graf sagt: «Grundsätzlich versuchen wir, so schnell wie möglich vor Ort zu sein.»

Wenn es aber mal eng wird, dann habe ein Einsatz mit Verletzen natürlich Vorrang vor der Sachbeschädigung. Ob der Ansturm, den die Polizei diese Woche erlebt, tatsächlich der Hitze geschuldet ist, kann Graf nicht sagen.

«Es könnte auch eine zufällige Häufung sein.»

Tage, an denen Notrufe fast nonstop eintreffen, gebe es nicht nur bei tropischen Temperaturen: «Vor etwa zwei Wochen hatten wir auch so einen Tag und da waren die Temperaturen ganz normal».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.