Theater
Nach 111 Jahren kommt Jimmy auf die Wängemer Theaterbühne

Die Theatergruppe Wängi bringt in diesem Jahr die Komödie «Nobody like Jimmy» auf die Vereinshaus-Bühne. Das Stück stand dabei schon lange auf der Wunschliste der Teilnehmenden. Die Premiere findet am 5. November statt.

Maya Heizmann
Drucken
Die Theatergruppe Wängi in Action.

Die Theatergruppe Wängi in Action.

Bild: Maya Heizmann

Seit 111 Jahren wird in Wängi Theater gespielt. Zu diesem speziellen Jubiläum führt die Theatergruppe ein Stück mit viel Spass und Humor auf. Während zwei amüsanten Stunden werden die Lachmuskeln der Zuschauerinnen und Zuschauer trainiert.

Einmalig im November

«Das Stück ‹Nobody like Jimmy› stand schon lange auf unserer Wunschliste», sagt Präsident Beat Krähemann. Es wäre ja ursprünglich im Januar 2020 auf die Bühne gekommen, aber wegen Corona abgesagt. Nun endlich komme Jimmy nach Wängi.

Um allfällige Coronamassnahmen zu umgehen, haben die Theaterleute beschlossen, ihre Aufführungen anstatt wie normalerweise im Januar, nun im November einmalig durchzuführen. Zwei Darsteller mussten jedoch ausgewechselt werden und sind neu dabei.

Wahlkampagne gefährdet

Die Komödie in zwei Akten von Burton Bumgarner, wird in Dialektbearbeitung von Etienne Meuwly unter der Regie von Patrizia Schmidheiny im Vereinshaus Wängi aufgeführt. 25 Proben stehen auf dem Programm und seit September üben die elf Darsteller ihre Rollen. In dem Stück werden sich in der Wohnung von Sarah und Rolf Schwarzentrub viele Leute um Jimmy kümmern. Doch die Anwesenheit von Jimmy ist nicht ideal, denn Sarah Schwarzentrub befindet sich eigentlich mitten in den Wahlvorbereitungen zur Ständerätin. Es werden wichtige Spender für die Wahlkampagne erwartet. Wie sich das Ehepaar Schwarzentrub zusammen mit Rolfs Freund Harri aus der Affäre zieht, wird noch nicht verraten.

Den Text auswendig lernen

Wie lernen die Schauspieler ihre Texte auswendig? «Die Texte muss man immer wieder lesen und nochmals lesen, bis man sie auswendig, beinahe im Schlaf, kennt», geben Beat Krähemann alias Hari Schmid, Mitarbeiter eines Mafioso und Claudia Heer sie spielt Fabienne Pulver, die Frau von einem wohlhabenden Geschäftsmann, Auskunft. Da hat es Jimmy, der Unbekannte, gut; er hat die grösste Bühnenpräsenz und muss am wenigsten Text auswendig lernen. Zehn Aufführungen stehen auf dem Programm.

Die diesjährige Spende wird dem Ortsmuseum Wängi zugutekommen. An der Sonntagsaufführung vom 13. November spendet die Theatergruppe von jedem Eintritt fünf Franken an das Projekt Wängenerhefte, welches sich in der neusten Ausgabe dem berühmten Maler Johann Alfons Berkmüller widmet. «Wir sind alle hoch motiviert und freuen uns, wenn es heisst: Vorhang auf, Bühne frei», so die Darstellerinnen und Darsteller.