Herumzappelnde Offiziere in eleganter Kleidung

Ein Eintänzer war in der Zwischenkriegszeit ein Angestellter von Tanzschulen, der weibliche Gäste zum Tanz aufzufordern hatte.

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Ein Eintänzer war in der Zwischenkriegszeit ein Angestellter von Tanzschulen, der weibliche Gäste zum Tanz aufzufordern hatte. Zur Blütezeit der Eintänzer (in Deutschland und Österreich) kam es nach 1918, als sich viele aus der Armee entlassene Offiziere auf diese Art ihren Lebensunterhalt verdienen mussten. Da sie sich ausgezeichnet zu benehmen wussten und elegante Kleidung tragen konnten, waren sie bei den Lokalbetreibern wie bei den Damen geschätzt.

Unter vorgehaltener Hand wurden Eintänzer auch als Gigolo (von Französisch gigoter: herumzappeln, tanzen) bezeichnet. Heute ist im deutschen Sprachgebrauch mit Gigolo ein Angeber oder Frauenheld gemeint, der Frauenbekanntschaften mit finanziellen Interessen verbindet. Im englischen Sprachgebrauch meint «gigolo» dagegen einen Prostituierten. (mhu)