Herausforderung der Zukunft

ST.GALLEN. In St.Gallen findet Ende November erstmals ein Demenz-Kongress statt. Rund 900 Personen werden sich dort mit dem Wesen dieser Erkrankung, den neusten Forschungsergebnissen in diesem Bereich sowie mit Fragen rund um die Pflege von betroffenen Menschen beschäftigen.

Richard Clavadetscher
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Wenn Erinnerungen verblassen: Demente Menschen haben keinen Bezug mehr zu ihrer Vergangenheit. (Bild: Fotolia)

Wenn Erinnerungen verblassen: Demente Menschen haben keinen Bezug mehr zu ihrer Vergangenheit. (Bild: Fotolia)

Das grosse Interesse am ersten St.Galler Demenz-Kongress zeigt auf, wie aktuell das Thema ist. Denn die Hauptursache der Demenz ist das Alter – und deshalb sitzen wir in der Schweiz auf einem Pulverfass: Die Schweizer Bevölkerung altert rapide. Dementsprechend wird es künftig in dem Masse mehr Demente geben, wie es auch mehr alte Menschen gibt.

Dies wird für das Gesundheitswesen gleich in mehrfacher Hinsicht eine grosse Herausforderung sein. Denn während die Zahl der Erkrankten zunimmt, werden aufgrund der demographischen Entwicklung immer weniger Menschen vorhanden sein, die diese Erkrankten betreuen. Und auch die finanzielle Seite gibt Anlass zur Sorge: Bereits heute verursacht die Demenz in der Schweiz volkswirtschaftliche Kosten von jährlich sieben Milliarden Franken – Tendenz steigend. Weil die Krankheit bis heute nicht heilbar ist, ist der Anteil der Behandlungskosten an diesem Betrag vergleichsweise gering. Es sind vor allem die Pflegekosten, die finanziell ins Gewicht fallen.

Was ist angesichts dieser Entwicklung zu tun? Was sind die neusten Erkenntnisse aus der Forschung? Es sind solche Fragen, die am ersten St.Galler Demenz-Kongress Thema sein werden. Ziel sei der Wissenstransfer zwischen Forschung und Lehre einerseits und der Praxis andererseits, sagt Mitorganisator Thomas Beer, Dozent für Pflege und Pflegewissenschaft an der den Kongress organisierenden Fachhochschule St.Gallen.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 1. November.