Hehler mit 1000 Schachteln Zigaretten im Gepäck am Zoll erwischt

Ein Kosovare wird an der Schweizer Grenze mit 96 Standen Zigaretten geschnappt, welche Diebe in Dornbirn aus einem Tabakshop gestohlen haben. Am Landesgericht Feldkirch wurde er wegen Hehlerei zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Christiane Eckert
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Ein 31-Jähriger wollte 1000 gestohlene Zigarettenschachteln im Wert von 32000 Euro weiterverkaufen.

Ein 31-Jähriger wollte 1000 gestohlene Zigarettenschachteln im Wert von 32000 Euro weiterverkaufen.

Synchr / iStockphoto

Als in Dornbirn im Januar in einen Tabakshop eingebrochen wurde und 96 Stangen Zigaretten sowie etliche Zigarren fehlten, blieb den Behörden nichts anderes übrig, als gegen «unbekannt» zu ermitteln. Was die Diebe betrifft, bleibt es vorerst auch dabei. Doch jenen Mann, der die Raucherware übernahm und weiterverkaufen wollte, hat man inzwischen gefasst und wegen Hehlerei zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Der in der Schweiz einschlägig vorbestrafte Kosovare lebt in Lausanne. Die Ladung hat er nachweislich übernommen, doch zum Prozess am Landesgericht in Feldkirch reiste er nicht an. In der Schweiz war der Handwerker unter anderem bereits wegen Diebstahls mehrfach verurteilt worden und auch das Gefängnis ist kein unbekannter Aufenthaltsort für ihn.

Beim Zoll wird Diebesgut entdeckt

Dem Zoll ging der 31-jährige Fliesenleger, der nach eigenen Angaben 5 000 Schweizer Franken monatlich verdient, bei einer Routinekontrolle auf der Rheintalautobahn in Hörbranz ins Netz.

Die Kontrolle seines Wagens förderte das Diebesgut zutage. Eine Rufdatenerfassung konnte nicht nachweisen, dass er beim Einbruch in den Tabakshop dabei war. Doch was die Verkäufer der Zigaretten betrifft, machte er äusserst schwammige Angaben. Er nannte keine Namen oder Adressen, erzählte lediglich eine Geschichte von zwei fremden Männern, und dass ihn der Kaufpreis von 700 Euro zum Geschäftsabschluss bewog.

Die Diebesbeute konnte sichergestellt werden, was sich auf die Strafe positiv auswirkte. Erschwerend waren hingegen die drei einschlägigen Vorstrafen. Der Mann aus Lausanne zeigte sich in seiner früheren Vernehmung weitgehend gesprächsbereit, weshalb er in Abwesenheit verurteilt werden konnte. Das Urteil wird ihm per Post nachgeschickt, dann hat er die Möglichkeit, es zu anzufechten oder zu akzeptieren.

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