Kolumne

Hausi kommt und die Mäuse sind tot

Was das Krisengebiet Ostschweiz dieser Tage auch noch beschäftigt.

Silvan Lüchinger
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Silvan Lüchinger

Silvan Lüchinger

Coralie Wenger

Seit der ersten Zeitung der IG Au-Heerbrugg wissen wir, dass der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin eine Pfeife ist. In der zweiten Ausgabe nun hat die IG unter der Führung von alt Kantonsrat Daniel Schilling nochmals nachgelegt. Jetzt werden die Gemeindebehörden und ganz speziell der Gemeindepräsident sogar als unredlich bezeichnet. Bis zu den Gemeindewahlen im Herbst, so ist zu erwarten, wird es nochmals eine IG-Zeitung geben. Als Steigerungsmöglichkeit bleibt dann nur noch, Sepin als kriminell zu bezeichnen. Alles andere wäre ein Rückschritt.

Seit 40 Jahren wohnt er auf Gran Canaria. Aber jetzt tun ihm die vielen kleinen und mittleren Betriebe leid, welche die Krise nicht oder nur knapp überleben werden. Darum kommt er nun zurück in die angestammte Heimat. Die Schweiz kann aufatmen. Hausi Leutenegger ist wieder da – das wars für die Corona-Krise.

Die Katholische Kirche St.Gallen investiert sechs Millionen Franken in die Sanierung und teilweise Umgestaltung des Stiftsgebäudes. In manchen Räumen sind angeblich die Böden so schräg, dass Bürostühle wegrollen. Daran soll sich nichts ändern, weil beim Aufprall an der Wand garantiert jeder aufwacht.

St.Gallen diskutiert über die Ausweitung der Öffnungszeiten für Gartenwirtschaften in die späte Nacht hinein. Jungsozialist Andri Bösch kann mit Bedenken dagegen gar nichts anfangen. «Wie intolerant muss man sein, die eigenen Ruhebedürfnisse über ein kollektives Bedürfnis nach Kultur und lebendigem Nachtleben zu stellen?», fragt er in einem Leserbrief. Gegenfrage: Wie ideologisch verbohrt muss man als gut 20-Jähriger sein, um individuelle Bedürfnisse jenen der Masse zu opfern?

Vereinsversammlungen sind verboten, Bürgerversammlungen werden abgesagt und nationale Abstimmungen verschoben. Aber der zweite Wahlgang für die St.Galler Regierungsratswahlen findet am 19. April statt. Auszusetzen gibt es daran nichts. Stürbe morgen der Papst, würde ebenso eine Neuwahl stattfinden. Und die St.Galler Regierung steht bekanntlich auf einer Stufe mit dem Papst.

Ein paar Tage schulfrei sind herrlich. Ein paar Wochen schulfrei sind langweilig. Was tun mit den Kindern? Ein Bauernhof im Weiler Magdenau hat die Lösung gefunden: Die Kinder können mithelfen bei der Mäusejagd. Vorkenntnisse braucht es nicht. Wie die Falle gespannt wird, ist rasch erklärt, und wie man den Holzstab einstecken muss, um sie wieder zu finden, erst recht. Eine fantastische und pädagogisch wertvolle Idee. In Tagen wie diesen kann man die Kleinen nicht früh genug ans Sterben heranführen.

«Attraktives Vollweib verführt dich mit Strapsen. Habe XXL Oberweite und habe viel Zeit.» Die dürfte das Vollweib jetzt voll haben.