HAUSBRAND: Gemeinde leistet Nothilfe

Zwei Sennwalder Familien haben am Sonntag ihr Hab und Gut verloren. Die Gemeinde organisierte sofort Notunterkünfte. Die Bevölkerung zeigt sich solidarisch.

Corinne Hanselmann
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Der Brandgeruch lag auch gestern noch in der Luft. (Bild: Corinne Hanselmann)

Der Brandgeruch lag auch gestern noch in der Luft. (Bild: Corinne Hanselmann)

Corinne Hanselmann

ostschweiz@tagblatt.ch

Die Meldung aus Sennwald war am Sonntagmittag bei der kantonalen Notrufzentrale eingegangen: Ein Zweifamilienhaus stand in Flammen. Die Feuerwehren Sennwald, Gams und Buchs rückten mit 60 Personen aus, konnten aber nicht mehr verhindern, dass das Haus komplett zerstört wurde (Ausgabe vom Montag).

Die Hausbewohner blieben unverletzt, verloren aber das Dach über dem Kopf. Wie der Gemeindepräsident von Sennwald, Peter Kindler, sagt, habe die Gemeinde noch am Sonntag Nothilfe geleistet. «Einer betroffenen Familie stellten wir eine Notwohnung der Gemeinde zur Verfügung. Der zweiten Familie wurde ein leer stehendes Haus, welches die Gemeinde gemietet hat, angeboten», sagt Kindler. Dieses war für Asylsuchende vorgesehen, wurde aber bisher noch nicht gebraucht.

Kindler spricht sein Bedauern ge­genüber den Familien aus, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Laut dem Sennwalder Feuerwehrkommandanten Jürg Wohlwend musste das Haus während der Löscharbeiten aus statischen Gründen mit Hilfe eines Kranwagens und eines Baggers abgebrochen werden, um an die Glutnester im Innern zu gelangen. Wohlwend spricht von einem «happigen Brand».

Spezialisten suchen nach Brandursache

Der Feuerwehreinsatz dauerte am Sonntag bis 21.30 Uhr. Bis etwa 19 Uhr war die Hauptstrasse in beide Richtungen gesperrt. Gestern waren Spezialisten der Polizei vor Ort.

Die Unter­suchungen zur Ermittlung der Brandursache laufen, bestätigt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Das, was nach dem Brand übrig geblieben ist, wird untersucht.» Die starke Verwüstung mache die Untersuchung aber schwierig. Zudem befragen die Ermittler die Bewohner des Hauses, ob diese etwas festgestellt oder etwas gemacht hät­ten, was zum Brand hätte führen können. Die Bevölkerung zeigt sich solidarisch gegenüber den Betroffenen. Wie Gemeindepräsident Kindler sagt, haben mehrere Personen bei der Gemeinde angefragt, ob die Familien Sachspenden brauchen ­können.

Die Gemeinde leitet solche Anfragen an die Betroffenen weiter. «Auch die Gemeinde bietet natürlich weiterhin Hand.» Sei es beispielsweise bei der Wiederbeschaffung von amtlichen Papieren oder einem Überbrückungskredit.

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