Hausbrand auf dem Gupf

Gestern um die Mittagszeit brach im Wohnhaus des Pächters des Restaurants Gupf ein Brand aus. Der Brandherd lag vermutlich im Kinderzimmer. Personen wurden keine verletzt.

Karin Erni
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Im Jahr 1981 hatte das zum Gourmetlokal Gupf gehörende Haus schon einmal gebrannt. (Bild: Kapo AR)

Im Jahr 1981 hatte das zum Gourmetlokal Gupf gehörende Haus schon einmal gebrannt. (Bild: Kapo AR)

REHETOBEL. Walter Klose steht unter Schock. «Alles, was wir hatten, ist zerstört. Erinnerungsstücke an meinen Vater, alles ist unwiederbringlich verloren.» Zum Glück habe sich sein zehnjähriger Sohn zu der Zeit nicht im Hause befunden, er war gerade auf dem Heimweg von der Schule.

Er selbst sei gerade in der Küche gestanden, als einige Gäste bemerkt hätten, dass im Nachbarhaus Rauch aufsteige, erzählt Klose. Dort wohnt er als Mitinhaber des bekannten Gourmet-Restaurants Gupf mit seiner Familie. Er habe sich sofort aufgemacht, um nachzusehen, und habe noch versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, so Klose. «Doch ich sah schnell, dass es chancenlos war. Die Flammen wurden durch die Zugluft sehr schnell grösser, und so riefen wir die Feuerwehr.»

Feuerwehr schnell zur Stelle

«Um 11.45 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass neben dem Restaurant Gupf in Rehetobel ein Wohnhaus brennen würde. In der Folge wurde neben der Feuerwehr Rehetobel auch die Regionale Feuerwehr Heiden-Grub-Eggersriet-Wolfhalden aufgeboten», heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. «Den ausgerückten Einsatzkräften gelang es in kurzer Zeit, den Brand im Erdgeschoss unter Kontrolle zu bringen und eine Ausbreitung des Feuers auf den angrenzenden Stall zu verhindern.» Insgesamt standen rund 130 Funktionäre der Feuerwehr, der Sanität, der Polizei und der Assekuranz im Einsatz.

Alle Tiere gerettet

Zum Restaurant Gupf gehört auch ein 14 Hektar grosser Landwirtschaftsbetrieb mit Rindern und Schweinen. Die Tiere im angrenzenden Stall konnten durch Anwohner ins Freie gebracht werden und blieben ebenfalls unverletzt.

Der Schaden am Gebäude beläuft sich nach ersten Erkenntnissen auf mehrere hunderttausend Franken. Zur Klärung der Brandursache wurde der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden beigezogen. Man vermute einen Akku im Kinderzimmer als Ursache des Brandes, ist zu hören.

Wo Klose mit seiner Familie in nächster Zeit wohnen wird, weiss er noch nicht. Er hofft einfach, den Restaurantbetrieb so gut als möglich weiterführen zu können. «Ich möchte meine treuen Gäste nicht enttäuschen.»