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Hatschi! – In der Ostschweiz blühen die Gräser

In den warmen Frühlingstagen haben Pollen Hochsaison. In der Ostschweiz leiden aktuell vor allem Birken- und Gräserpollen-Allergiker. Heuschnupfen ist heute verbreiteter als früher.
Rossella Blattmann
Pollenallergiker leiden unter Niesen und Husten. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Pollenallergiker leiden unter Niesen und Husten. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Die gelbe Schicht klebt hartnäckig auf Fensterscheiben und Gartenmöbeln – es ist Pollenzeit. Während viele Ostschweizerinnen und Ostschweizer das sonnige Wetter der letzten Tage genossen haben, leiden die Allergiker. Der Höhepunkt der Birkenpollensaison in der Ostschweiz ist laut Regula Gehrig, Biometeorologin bei Meteo Schweiz, zwar überschritten. Doch die Gräserpollensaison steht kurz bevor, und diese ist besonders lästig.

«In der Schweiz lösen Gräserpollen am häufigsten Allergien aus», sagt Gehrig. Die Gräserpollensaison dauere jeweils sehr lang, bis Mitte Juli. Vereinzelt habe es bereits jetzt Gräserpollen in der Luft, wie Werte an den beiden Ostschweizer Messstationen in Buchs und Münsterlingen zeigen. Den Anstieg erwarte sie in Buchs um den 5. und in Münsterlingen um den 10. Mai.

Regula Gehrig, Beiometeorologin Meteo Schweiz. (Bild: pd)

Regula Gehrig, Beiometeorologin Meteo Schweiz. (Bild: pd)

Im schlimmsten Fall blüht Asthma

Ob Birken- oder Gräserpollen: Heuschnupfen hat verschiedene Merkmale. Tränende Augen, laufende und verstopfte Nasen, aber auch Husten sind laut Patrik Lehner, Arzt am Allergiezentrum St.Gallen, klassische Symptome. In besonders akuten Fällen kann es sogar zu Asthma kommen. Auch Juckreiz im Mund und Müdigkeit plagen die Pollenallergiker. In Lehners Praxis gehen gehen Letztere ein und aus. «Ich behandle pro Tag ungefähr zehn solche Patienten.»

Heute gebe es mehr Allergiker als früher, ergänzt Lehner. Das hat diverse Gründe. «Wegen des Klimawandels fliegen mehr Pollen durch die Luft, und die Pollenflugsaison hat sich verlängert. Aufgrund der hohen Luftverschmutzung sind die Pollen auch aggressiver geworden.»

Auch Homöopathie hilft

Die gute Nachricht: für Allergiker besteht Hoffnung. «Mit der Desensibilisierung lässt sich eine Pollenallergie behandeln oder heilen.» Bei dieser Methode spritzt ein Arzt Pollen in steigender Dosierung unter die Haut. Der Körper lerne dann mit hoher Wahrscheinlichkeit, wieder korrekt mit den Pollen umzugehen.

Bei schweren Symptomen helfen laut dem St.Galler Allergologen Antihistamine sowie Nasen- und Asthmasprays, leichte Symptome sprechen auch auf eine homöopathische Behandlung an.

Der Regen bringt Milderung

Auch wenn die Gräserpollensaison bevorsteht, und die letzten Birkenpollen noch durch die Luft fliegen: Die Ostschweizer Pollenallergiker erwartet während dieser regnerischen Tage eine temporäre Erholung. «Der Niederschlag führt zu einem deutlichen Rückgang des Pollenflugs», sagt Gehrig. Der Regen wasche die Pollen aus der Luft, und während feuchtem Wetter würden auch keine neuen Pollen an die Luft abgegeben.

Doch lange können sich die Allergiker in der Ostschweiz nicht freuen: «Sobald es trocken und wärmer wird, steigt die Pollenkonzentration wieder an», sagt die Biometeorologin.

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