Hat sich 53-Jährige selber gefesselt?

MELS. Die Frau, die am 7. April im «Baschär» auf offenem Feld gefesselt aufgefunden wurde, könnte sich laut Polizei selber in diese Lage gebracht haben. Die Untersuchung des Falles sei jedoch schwierig.

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Die 53-Jährige, die Anzeige erstattet hat, sei psychisch instabil, ihre Aussagen zum Vorfall seien sehr spärlich. Dies erschwere die Untersuchung stark, schreibt die St.Galler Kantonspolizei in einer kurzen Medienmitteilung.

Ging die Kantonspolizei zu Beginn der Ermittlungen noch von einem Gewaltverbrechen aus, tönt es jetzt anders. «Auf Grund der bisher getätigten Abklärungen kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die Frau selber in die Lage brachte, in der sie aufgefunden wurde», heisst es in der Mitteilung weiter. Untersuchungsrichterin Beatrice Giger präzisiert, es sei möglich, dass eine «Dritttäterschaft» auszuschliessen sei. Mehr Informationen, etwa zu Reaktionen auf den Zeugenaufruf oder zu den weiteren Abklärungen, sind vom zuständigen Untersuchungsamt Uznach nicht erhältlich. Die Ermittlungen seien noch im Gange, heisst es.

Am 7. April wurde die 53-jährige Schweizerin auf offenem Feld von einem Passanten gefunden. Die Frau war gefesselt und gab an, aus einem Auto gestossen worden zu sein. Allerdings wies sie keine äusserlichen Verletzungen auf. Die Frau wurde daraufhin psychiatrisch betreut und in eine Klinik gebracht. (kapo/sg).