Halloween, die Nacht der Eierwerfer

In der Halloween-Nacht kam es im Thurgau und im Kanton St. Gallen zu mehreren Vorfällen. Hauptsächlich wurden Hausfassaden mit Eiern oder gar Tomaten beworfen (Ostschweiz am Sonntag von gestern). Auch Autos oder Züge wurden nicht verschont.

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In der Halloween-Nacht kam es im Thurgau und im Kanton St. Gallen zu mehreren Vorfällen. Hauptsächlich wurden Hausfassaden mit Eiern oder gar Tomaten beworfen (Ostschweiz am Sonntag von gestern). Auch Autos oder Züge wurden nicht verschont. Die Ostschweizer Kantonspolizeien waren mit verstärkten Patrouillen unterwegs. «Unser Nachtdienst bestand aus doppelt so viel Einsatzkräften wie üblich. Dadurch konnten wir frühzeitig intervenieren und Jugendlichen die Eier abnehmen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Allein in der Stadt St. Gallen wurden von der Stadtpolizei rund 130 Knallkörper sowie 150 Eier eingezogen.

In Gruppen unterwegs

«Halloween hat seinen festen Platz in unserem Jahreskalender erlangt», so Krüsi. In den letzten vier bis fünf Jahren hätten die «sinnlosen Sachbeschädigungen» im Kanton St. Gallen zugenommen. «Dabei haben die Jugendlichen doch gar nichts davon.» Die 14- bis 18-Jährigen seien meist in Gruppen unterwegs und würden am späteren Abend zuschlagen. Alkoholisiert seien sie meist nicht.

Ist die Halloween-Nacht für Kinder überhaupt noch sicher? Hanspeter Krüsi bejaht: «Kinder werden nicht angegriffen. Sie sind früher und mit den Eltern unterwegs.» In der Nacht auf Sonntag waren die Polizeien wieder mit der üblichen Anzahl an Einsatzkräften auf Patrouille. Einige wenige Vorfälle gab es einzig im Kanton St. Gallen, bei denen Autos zerkratzt und erneut Eier geworfen wurden.

Tendenzen sind verschieden

Ruhig blieb es in den beiden Appenzell. Laut den Kantonspolizeien hat es bisher keine Schadenmeldungen gegeben, die auf Halloween zurückzuführen sind. «Der Trend nimmt ab», sagt Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Dem stimmt die Kantonspolizei Innerrhoden zu. Im Thurgau möchte man gemäss Mediensprecher Daniel Meili keine Prognose wagen. «Es kommt immer auf das Wetter und den Tag an. Diesmal war Halloween am Wochenende, das machte bestimmt einen Unterschied.» (jar)

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