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Haft für Tankstellenräuber

Für einen Raub auf einen Shop hat ein 23-Jähriger eine teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren erhalten. Die Hälfte davon muss er im Gefängnis verbringen.
Claudia Schmid

ST. GALLEN. Der junge Serbe hatte 2007 mit Kollegen einen Überfall auf einen Tankstellenshop in St. Gallen geplant. Ausserdem beging die Bande eine Reihe von Einbruchdiebstählen. Teilweise war er selbst am Deliktsort, teilweise plante er die Straftaten nur mit. Einmal habe er 13 gestohlene Laptops und einen Beamer mit in seine frühere Heimat genommen und dort verkauft, erklärte der Beschuldigte an der Gerichtsverhandlung von vergangener Woche (Ausgabe vom 4. Mai).

Teilfreisprüche

Nun hat das Kreisgericht St. Gallen das Urteil gefällt. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Die Hälfte erklärte es als im Gefängnis vollziehbar. Für die anderen 18 Monate wird der Vollzug mit einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben. Der Verurteilte befindet sich seit einiger Zeit im vorzeitigen Strafvollzug.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 43/4 Jahren gefordert, die Verteidigung eine teilbedingte Strafe von maximal zweieinhalb Jahren. In seinem Urteil sprach das Gericht den Beschuldigten in einigen wenigen Anklagepunkten frei. Einzelne andere stellte es ein. Der Verteidiger hatte darauf hingewiesen, dass diese Straftaten verjährt seien.

Trotzdem blieb eine ansehnliche Liste an Schuldsprüchen übrig. Sie reichen von bewaffnetem Raub über Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz bis zur Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Neben der Freiheitsstrafe hat der 23-Jährige auch eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 30 Franken erhalten. Zudem muss er Verfahrenskosten von 17 500 Franken bezahlen.

Reue gezeigt

Der Verurteilte hatte vor Gericht Reue gezeigt. Heute wisse er, dass er sich mit den Straftaten die Zukunft verbaut habe. Er rechne damit, dass er nach der Haftentlassung in seine Heimat abgeschoben werde. Das sei hart für ihn, da er – in der Schweiz aufgewachsen – besser Deutsch als Serbisch spreche. Er wolle nun aber an seiner Zukunft arbeiten. Er bereue, dass er sich der Bande angeschlossen und nicht wie sein Bruder eine Ausbildung gemacht habe. Nach seiner Abschiebung wolle er versuchen, eine Arbeit zu finden, bei der er seine Deutschkenntnisse einsetzen könne.

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