Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HÄUSLICHE GEWALT: Schatten über Fest der Liebe

Mehrere Male musste die Kantonspolizei St Gallen über Weihnachten ausrücken. Der Grund: Streit im Familienkreis. Ruhiger blieb es in anderen Kantonen.
Tim Naef, Martin Rechsteiner
Besonders oft gab es Vorfälle in Anwesenheit von Kindern, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte. (Bild: KEY)

Besonders oft gab es Vorfälle in Anwesenheit von Kindern, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte. (Bild: KEY)

Tim Naef, Martin Rechsteiner

ostschweiz@tagblatt.ch

Über die Festtage ist es in der Ostschweiz zu mehreren Fällen häuslicher Gewalt gekommen. Alleine in der Region Bodensee-Rheintal musste die Kantonspolizei St. Gallen bei acht Fällen ausrücken. «Wir haben zwar auch unter dem Jahr viele solcher Fälle», sagt Sprecher Hanspeter Krüsi. «In den vergangenen Tagen war aber auffällig, wie viele kleine Kinder bei den Auseinandersetzungen dabei sein mussten.»

So im Fall eines 35-jährigen alkoholisierten Slowaken, der seine Freundin tätlich angriff und festgenommen werden musste. Dabei wurde er auch gegen die Polizisten tätlich. Er wurde für 10 Tage aus der Wohnung gewiesen. Für die Freundin und das sieben Wochen alte Kind sollte es somit eine vorübergehende Beruhigung der Situation geben, so die Polizei. Einen weiteren Einsatz in einem anderen Haus löste eine Diskussion, um eine nicht anerkennende Vaterschaft bei einem ein Monat alten Kind aus.

Scheidung und schreiende Kinder

Auch eine verbale Auseinandersetzung um ein einjähriges Kind und eine bevorstehende Scheidung waren der Grund für ein Polizeiaufgebot. Eine Einigung konnte nicht gefunden werden. Der Mann verliess vorübergehend die Wohnung.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung demolierte ein Mann in einer Wohnung Einrichtungsgegenstände. Für die Frau und das zehn Monate alte Kind konnte eine vorübergehende Lösung bei Verwandten gefunden werden. Überfordert war auch ein Paar mit einem vierjährigen, schreienden Kind. Sie stritten sich wegen der Er- und Beziehung so lautstark, dass Nachbarn die Polizei alarmierten. Bei zwei Fällen musste bei verbalen Streitigkeiten um Probleme von Sorgerecht von Kindern geschlichtet und vermittelt werden.

Eine Frau stellte Strafantrag gegen ihren Ehemann. Sie beschuldigte diesen, tätlich gegen sie vorgegangen zu sein. Die Aussagen des Paars gingen diametral auseinander. Sie verzichteten, sich räumlich zu trennen, und hofften, dass das gemeinsame Weihnachtsfest zu einer Beruhigung ihrer Situation führen könnte.

Ein erwachsener Sohn zerriss seinem Vater bei einem Streit das T-Shirt. Da der Sohn unbekannte Medikamente zu sich nahm und sich aggressiv verhielt, wurde er ins Spital eingeliefert. Drei Mal waren Trennungsabsichten von Paaren Grund von teilweise lautstarken Diskussionen. Poltergeräusche an verschlossenen ­Zimmertüren führten zu Anrufen von Nachbarn bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei St. Gallen.

«Ruhiger» im Thurgau und Innerrhoden

Auch die Kantonspolizei Thurgau wurde über die Festtage einige Male wegen häuslicher Gewalt gerufen. «Insgesamt gab es 13 Vorfälle, das sind weniger als auch schon», sagt Sprecher Mario Christen. Dabei habe es sich allesamt um keine schwerwiegenden Fälle gehandelt. «Es gab einige Wegweisungen, aber keine Verhaftungen». Harmonisch blieb das Fest der Liebe im Kanton Appenzell Innerrhoden. Dort kam es zu keinen Vorfällen, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.