Häftlinge verletzen sich selbst

Der Präsident des Haftanstalten-Vereins Schweiz ortet eine starke Neigung von nordafrikanischen Gefangenen, sich selbst Verletzungen zuzufügen. Diese Erfahrungen macht auch das Personal von Ostschweizer Haftanstalten.

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Der Präsident des Haftanstalten-Vereins Schweiz ortet eine starke Neigung von nordafrikanischen Gefangenen, sich selbst Verletzungen zuzufügen. Diese Erfahrungen macht auch das Personal von Ostschweizer Haftanstalten. Stephan Felber, Generalsekretär des Thurgauer Justiz- und Sicherheitsdepartements: «Es kommt immer wieder vor, dass sich Häftlinge aus Nordafrika verletzen oder damit drohen.» Ihm pflichtet Kurt Ulmann von der Strafanstalt Gmünden im Kanton Appenzell Ausserrhoden bei. «Die Selbstverletzungen sind zwar nicht lebensbedrohlich. Für unser Personal ist es aber belastend, wenn sich jemand in den Bauch oder den Arm schneidet und alles voller Blut ist», sagt er. Martin Vinzens, Direktor der Strafanstalt Saxerriet, ist ebenfalls mit dem Thema Selbstverletzungen konfrontiert. «Bei uns verhalten sich Nordafrikaner diesbezüglich aber nicht auffälliger als Angehörige anderer Kulturräume», sagt er. (dwa)