Häftling klettert auf Dach und droht mit Selbstmord

NIEDERTEUFEN. Aufregung in der Strafanstalt Gmünden: Gestern, kurz vor Mittag, kletterte ein Häftling auf das Dach und drohte, sich hinunterzustürzen. Polizei, Feuerwehr und Ambulanz wurden alarmiert. Der Mann beruhigte sich erst kurz nach 13 Uhr, als sein Vater eintraf.

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NIEDERTEUFEN. Aufregung in der Strafanstalt Gmünden: Gestern, kurz vor Mittag, kletterte ein Häftling auf das Dach und drohte, sich hinunterzustürzen. Polizei, Feuerwehr und Ambulanz wurden alarmiert. Der Mann beruhigte sich erst kurz nach 13 Uhr, als sein Vater eintraf. Er wurde wieder in Sicherheit gebracht.

Hilfeschrei des Häftlings

Der 26jährige Schweizer, der seine Strafe im offenen Vollzug verbüsst, war auf das Dach der Werkstätte der Strafanstalt Gmünden gestiegen. «Der Insasse war mit seiner persönlichen Situation überfordert und hatte sich nicht anders zu helfen gewusst», heisst es in der gestrigen Medienmitteilung der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. «Es war eine Art Hilfeschrei des Häftlings», sagte Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Ausserrhoden, auf Anfrage. Die Anstaltsleitung habe in der Folge sofort erste Massnahmen eingeleitet, unter anderem sei auch der Vater des Häftlings aufgeboten worden.

Mann wurde ernst genommen

«Der Mann wurde sehr ernst genommen», sagte Sonderegger. Man sei auf seine Situation eingegangen und habe mit ihm verhandelt. Deshalb habe er sich um 13.05 Uhr dann auch wieder vom Dach herunter begeben und die Situation habe sich beruhigt.

Wie es in der Polizeimeldung heisst, werde die Behörde «die genauen Umstände und die Probleme, die zu dieser Situation geführt haben, aufarbeiten und klären». (chs)

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