Hacker-Angriff
Erneute Cyberattacke: Websites des Kantons und der Stadt St.Gallen am Montag zeitweise nicht erreichbar

Die Websites des Kantons und der Stadt St.Gallen waren am Montag zeitweilig nicht erreichbar. Der Grund war ein Cyberangriff. Bereits im April und im Juli kam es zu solchen Vorfällen.

FM1Today
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Der Kanton St.Gallen wurde erneut Opfer eines Cyberangriffs.

Der Kanton St.Gallen wurde erneut Opfer eines Cyberangriffs.

Bild: Peter Schneider / KEYSTONE

Der erneute Angriff auf die Kantonswebsite startete am Sonntagabend. Dieser wurde laut Kanton nach kurzer Zeit wieder beendet, wie FM1Today schreibt.

Am Montag nach dem Mittag wurden die Angriffe wieder aufgenommen. Mit einer Vielzahl an Anfragen wurde das Datennetz überlastet. Die sogenannte DDoS-Attacke führte dazu, dass die Website des Kantons und jene der Stadt St.Gallen zwischenzeitlich nicht erreichbar waren.

Zukünftige Angriffe sollen vorzeitig erkannt werden

«Fachleute der Hostingfirma haben mit Sicherheitsvorkehrungen die Stabilität der Website inzwischen verbessert», schreibt der Kanton. Mit zusätzlichen Vorkehrungen sollen künftige Angriffe vorzeitig erkannt werden. Grundsätzlich geht es dabei darum, zu erkennen, welche Zugriffe auf die Website echt sind und welche nur dazu dienen sollen, die Website zu überlasten.

Dass die Seiten bei einem weiteren Angriff wieder nicht erreichbar sein werden, sei nicht auszuschliessen.

Bereits der dritte Angriff in diesem Jahr

Schon im April und im Juli dieses Jahres wurde die Hostingfirma aus Wil, welche die Seiten des Kantons St.Gallen und die der Stadt betreibt, Opfer von Cyberangriffen. Nachdem der Angriff im Juli ohne Datenverlust überstanden war, kündigten die Hacker weitere Attacken an. Nach Angaben des Kantons ist aber kein Zusammenhang zu den früheren Angriffen erkennbar. Dies, weil sich die Art und das Muster der Angriffe unterscheiden. Ausschliessen kann der Kanton einen Zusammenhang trotzdem nicht.

Kein Bekennerschreiben eingegangen

In der Regel wollen Hacker mit solchen Attacken Geld erpressen. Der Kanton kann zur Motivation der Attacke am Montag keine Angaben machen. Es sei bislang kein Schreiben eingegangen. Auch das war bei einem früheren Angriff anders: Im Juli forderten die Hacker während des Angriffs einen Bitcoin, was damals rund 30'000 Franken entsprach.

Die Kantonspolizei St.Gallen und das Nationale Zentrum für Cybersicherheit wurden eingebunden.

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