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Gute Schüler sollen gefördert werden

Volksschule Das Oberstufenkonzept des Kantons besteht seit 1974: Es gibt eine Realschule für die schwächeren, eine Sekundarschule für die stärkeren Schüler. 2012 stellte der Erziehungsrat Reformen in Aussicht. Die Konzepte einer Projektgruppe flossen in das Volksschulgesetz ein, das nun im Kantonsrat beraten wurde. Die Gruppe kam zum Schluss, dass bei der Einteilung in die zwei Schultypen Effekte wie die soziale Herkunft oder die Bildungserwartung der Eltern eine zu grosse Rolle spielen würden.

Das St. Galler Modell bleibt bestehen, aber es wird durchlässiger: Schüler mit einseitigen Begabungen in Englisch, Mathematik, Deutsch, Französisch oder Natur und Technik sollen besonders gefördert werden können. Das will der Kanton über Niveaugruppen erreichen: Gute Schüler können einen höheren Niveaukurs besuchen, schwächere einen tieferen. Solche Niveaugruppen für Englisch und Mathematik gibt es bereits seit 2012, ein freiwilliges Experiment, wofür sich 24 Oberstufen im Kanton entschieden haben. Nach dem Willen der Regierung sollten alle 77 Oberstufen mindestens ein Fach in Niveaugruppen unterrichten müssen, eine Verpflichtung, die eine Anpassung des Volksschulgesetzes benötigt. Die Ratsmehrheit unterstützte den Antrag der vorberatenden Kommission, die nur eine «Kann-Formulierung» im Gesetz wollte: Die lokalen Schulbehörden entscheiden weiterhin selber, ob sie Niveaugruppen einführen wollen.

Oberstufen sollen künftig flächendeckend gemeinsame Real- und Sekundarklassen führen können. Weiterhin nur in Ausnahmefällen soll es hingegen altersdurchmischte Klassen geben, was ebenfalls vom Erziehungsrat bewilligt werden muss. Dieser Rat wird neu Bildungsrat heissen. In einem Gesetzesnachtrag wurden auch dessen Aufgaben aktualisiert und der Wahlmodus: Die Bildungsratsmitglieder werden künftig nicht mehr durch die Regierung bestimmt, sondern durch den Kantonsrat gewählt. (sib)

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